Gemüselexikon

Abwechslungsreich, vielseitig und aktuell zur Jahreszeit bieten wir Ihnen an dieser Stelle das richtige Gemüse für Ihren Tisch.

Wir wünschen viel Spaß bei der Auswahl Ihrer Gemüsesorten!

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Gartenkresse

Botanischer Name: Lepidium sativum
Familie: Kreuzblütler

Beschreibung:

Gartenkresse ist ausgesprochen anspruchslos und darüber hinaus erstaunlich schnellwüchsig. Bereits eine Woche nach dem Aussäen muss geerntet werden. Um ständig frische Kresse vorrätig zu haben, muss man daher drei Töpfe im Abstand von zwei bis drei Tagen in einer Art Schichtbetrieb arbeiten lassen.

Geschichte:

Die Gartenkresse stammt wahrscheinlich aus West- oder Zentralasien, wo sie auch heute noch wild vorkommt. Infolge ihrer Anspruchslosigkeit lässt sie sich in fast jedem Klima kultivieren.

Verbraucherhinweise:

Alle Kressearten (die man als kulinarisch gleichwertig ansehen kann) erfreuen sich in Europa und Nordamerika einer gewissen Beliebtheit als Gewürzkraut für kalte Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Topfenbasis, und Salate. Weniger häufig streut man die gehackten Blätter auf warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen. Besonders gut schmecken gehackte Kresseblätter auf einem Butterbrot. In jedem Fall verwandelt Kresse ein alltägliches Gericht in eine außergewöhnliche Delikatesse.

Gartenmelde

Botanischer Name: Atriplex hortensis
Familie: Gänsefußgewächse

Beschreibung:

Die Gartenmelde ist ein einjährig wachsendes Kraut. Je nach Sorte und Standort wird das Kraut bis zu zwei Meter groß. Kleinere Sorten erreichen nur eine Höhe von etwa 30 Zentimeter. Die Blattfarbe variiert ebenfalls je nach Sorte zwischen gelb, grün, rot und violett. Die Blätter sind im unteren Teil der Pflanze herzförmig-dreieckig und werden nach oben hin länglich-dreieckig und erinnern an leicht zusammengestauchte Pfeilspitzen. In der Blütezeit von Juli bis September entwickeln sich Blütenknäule, die rispen-, ähren- oder traubenförmig angeordnet sind. Sie blühen meist grünlich, rötlich oder bräunlich. Der botanische Gattungsname Atriplex stammt aus dem Lateinischen und bedeutet dreifach. Dies soll auf die dreieckige Form der Blätter hindeuten. Der Name Melde soll wohl auf die milde, bzw. zarte Blattbeschaffenheit zurückzuführen. Möglicherweise deutet Melde auch auf die Unterseite der Blätter, die wie mit Mehl bestäubt aussehen, hin.

Geschichte:

Er ist in Süd-Osteuropa, im Kaukasus und Zentralasien bis nach Sibirien beheimatet. Schon die alten Griechen und Römer kannten die Gartenmelde. Sie war als Spinatpflanze bis in das 19. Jahrhundert geschützt. Doch im Laufe der Zeit verdrängte der Spinat, der ebenfalls zu der Familie der Gänsefußgewächse gehört, die Melde fast vollständig. Trotzdem ist die Gartenmelde heute weltweit verbreitet. Die anspruchslose und robuste Pflanze, heute oft als Unkraut verschmäht, wächst als sogenannter Kulturfolger an Mauern, in Hecken und auf alten Schuttplätzen.

Verbraucherhinweise:

Die Blätter der Gartenmelde sollten gut gewaschen werden, um so das Blattmehl zu entfernen. Danach eignen sie sich für frische Blattsalate oder beispielsweise als gebratenes Blattgemüse. Die Gatenmelde ist also ein Blattgemüse, das sich wie Spinat verwenden lässt.

Gelbe Fisolen

Synonyme: gelbe Bohnen
Botanischer Name: Phaseolus vulgaris
Familie: Schmetterlingsblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September

Beschreibung:

Gelbe Fisolen sind Kletterpflanzen, die sich bis zu 7 m hoch emporwinden können. Die Blüten sind weiß, manchmal auch gelblich oder violett und bringt dann 10 - 20 cm lange Hülsen mit meist weißen Bohnen hervor, die dann unreif geerntet werden. Fisolen sind heute als Gemüsepflanzen praktisch in der ganzen Welt verbreitet.

Geschichte:

s.grüne Fisolen

Verbraucherhinweise:

Nur kurz blanchieren und dann in Sahne oder Butter schmoren.

Grünkohl

Synonyme: Braunkohl, Krauskohl, Oldenburger, Lippersche Palme
Botanischer Name: Brassica oleracea
Familie: Kreuzblütler

Beschreibung:

Grünkohl gehört zu den Blattkohlen. Er hat krause, dunkelgrüne Blätter.Grünkohlpflanzen werden im allgemeinen 0.3 bis 1 Meter hoch und können einen Radius von etwa 30 Zentimetern erreichen. Grünkohl ist eigentlich eine zweijährige Pflanze.

Geschichte:

Grünkohl ist schon mehrere Jahrtausende bekannt. Schon im 3.Jahrhundert v. Chr. wird in den alten griechischen Schriften ein krauser Kohl beschrieben, und bei den Römer galt er als Delikatesse.Den Griechen half er nach Saufgelagen und war heilsam bei Husten und Heiserkeit. In Deutschland wird der Grünkohl zum ersten Mal in Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts erwähnt. Vor allem wegen seiner heilenden Kräfte. die Ostfriesen behaupten sogar, dass er lahme Schweine wieder flott macht, allerdings nur wenn er geklaut ist. in und um Bremen ist er so eine Art Nationalgericht im Winter. Nach langen Spaziergängen an eisiger Luft, verrückten Spielen wie Besenweitwurf und reichlich Korn, kehrt man anschliessend in ein Gasthaus zu Kohl und Pinkel ein.

Verbraucherhinweise:

Grünkohl braucht genauso wie Rosenkohl Frost sonst schmeckt er bitter. Grünkohl enthält viel Vitamin C, Karotin und Mineralstoffe.

Gurke

Synonyme: Salatgurke, Schlangengurke, cucumber, concomber.
Botanischer Name: cucumis sativus
Familie: Cucurbitaceae

Beschreibung:

Die Gurke gehört zur Familie der Kürbisse. Es gibt eine reiche Vielfalt. Die Farbpalette reicht von weiß über grün bis zu orange. Genauso gibt es sie in den verschiedensten Größen. Die einjährige Art wächst kriechend oder klettert an einer geeigneten Unterlage mit Hilfe einfacher Blattranken empor. Die ganze Pflanze ist rau bis borstig behaart.Der unterständige, stachelborstige, kleine (bis 2cm) Fruchtknoten besteht aus drei verwachsenen Fruchtblättern. Zur Fruchtzeit wächst er zu einer Beerenfrucht heran. Ursprünglich war sie kugelig-eiförmig, weniger als 10cm lang und mehr oder weniger gelb mit helleren Streifen gefärbt. Durch Züchtung wurden länglichere und größere Formen erzielt. Übrigens werden die Früchte der meisten heutigen Gartensorten bei der Reife immer noch gelb. Die typische grüne Salatgurke ist also eigentlich unreif. Cornichons sind sehr früh geerntete Früchte. Nur Senfgurken werden gelb geerntet.

Geschichte:

Die Heimat der Gurken liegt an den Südhängen des Himalayas.Die nordindische Wildgurke Cucumis hardwickii mit kleinen, ziemlich bitteren Früchten gilt als Urahn der Kulturgurke. Im Mittelalter gelangte die Gurke nach Nordeuropa. Anders als früher, haben die neugezüchteten Gurken keine bitteren Enden mehr.

Verbraucherhinweise:

Mit 97% Wasser ist die Gurke eine der wasserreichsten und mit 52 kJ/100g (=12kcal/100g) eine der energieärmsten Früchte.In der Medizin werden die Samen der Gurke (und der verwandten Melonen und Kürbisse) bei Prostratabeschwerden und Reizblase angewandt. Die ungewöhnlichen Aminosäuren bewirken in der menschlichen Haut, dass Wasser besser gebunden wird. Darauf beruht die kosmetische Anwendung der Gurke als Gurkenmasken und in kosmetischen Hautpflegemitteln.Da die Gurke viele Elektolyte besitzt, eignet sie sich im Sommer besonders als Durstlöscher. Bei Frauen in den Wechseljahren hilft sie gegen Wallungen. Tipp: Besser Biogurken kaufen, da Gurken im Konventionellen Anbau oft mit Brom begast werden.