Gemüselexikon

Abwechslungsreich, vielseitig und aktuell zur Jahreszeit bieten wir Ihnen an dieser Stelle das richtige Gemüse für Ihren Tisch.

Wir wünschen viel Spaß bei der Auswahl Ihrer Gemüsesorten!

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Kapuzinerkresse

Botanischer Name: Tropasolum majus
Familie: Kapuzinerkressegewächse

Beschreibung:

Kapuzinerkresse braucht nur ein wenig mehr an Pflege als die Gartenkresse, liefert aber einen ganzen Sommer lang ständig frische Blätter und drüber hinaus noch sehr schöne orange Blüten, deren Knospen oder unreife Früchte einen oft gelobten Kapernersatz ergeben.

Geschichte:

Die aus Perú stammende Kapuzinerkresse hat als Zierpflanze große Verbreitung gefunden. Ihr Geschmack ist ähnlich der Gartenkresse, aber sie genießt in der Küche nicht dieselbe Beliebtheit wie die beiden echten Kressen.

Verbraucherhinweise:

Alle Kressearten (die man als kulinarisch gleichwertig ansehen kann) erfreuen sich in Europa und Nordamerika einer gewissen Beliebtheit als Gewürzkraut für kalte Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Topfenbasis, und Salate. Weniger häufig streut man die gehackten Blätter auf warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen. Besonders gut schmecken gehackte Kresseblätter auf einem Butterbrot. In jedem Fall verwandelt Kresse ein alltägliches Gericht in eine außergewöhnliche Delikatesse.

Karotten

Synonyme: Möhre, Mohrrübe, Rüebli, carrot, carotte
Botanischer Name: Daucus carota ssp. sativus
Familie: Doldenblütler

Beschreibung:

Die Karotte ist farblich von weiss, gelblich bis orangerot bei uns auf dem Markt zu finden. Im asiatischen Raum gibt es auch Sorten mit violetter Schale. 1989 lag die Weltproduktion bei 13 Millionen Tonnen. Damit zählt die Karotte zu den wichtigsten Gemüsen. Bundkarotten, erntet man im Frühling und verkauft sie mit dem grün. Pariser Karotten, nennt man die kleinen runden, welche hauptsächlich in die Konservendosen wandern. Weiter gibt es Waschkarotten mit der zylindrischen Form, welche vom Grün befreit werden und abgepackt im Laden zu finden sind.

Geschichte:

Karotten gehören zu den ältesten Gemüsesorten überhaupt und werden schon seit der Jungsteinzeit in Mitteleuropa angebaut. Die ursprüngliche Heimat wird in Südeuropa und Asien vermutet.

Verbraucherhinweise:

Karotten sin reich an Betakarotin, einer Vorstufe des lebenswichtigen Vitamin A. Damit es im Körper aufgenommen werden kann, muss es mit etwas fetthaltigem (Butter, Öl,...) aufgenommen werden.Karotten sind besonders bekömmlich in der Schonkost. Das liegt unter anderem am Pektingehalt. Pektine quellen im Verdauungstrakt schleimartig auf und schützen so die Magen- und Darmschleimhaut. Beta-Carotin sorgt für die Gesundheit von Augen, Haut und Haar. Karotten sollten möglichst nicht geschält werden, deshalb lieber Biokarotten kaufen. Zum Aufbewahren nicht vorher waschen, sonst werden sie schnell schrumpelig.

Kartoffel

Synonyme: Erdapfel, Grumbiere, Grundbirne, Krumbeere, potato, pomme de terre.
Botanischer Name: Solanum tuberosum
Familie: Nachtschattengewächse

Beschreibung:

Die Kartoffel ist je nach Sorte hellbraun bis dunkelbraun oder rot. Das Fleisch meist weiß bis dunkelgelb. Kartoffeln sind die Knollen einer krautartigen Pflanze.

Geschichte:

Die Heimat Heimat der Kartoffel liegt in den Anden von Peru, in Bolivien und Nord-Argentinien. In Europa wurde sie 1492 eingefährt.Zunächst wurde sie ausschließlich als Zierpflanze verwendet, später wurde die Knolle als Grundnahrungsmittel erkannt. Anfangs wurden in Europa aus Unwissenheit die oberirdischen giftigen Pflanzenteile gegessen. Es kam zu Vergiftungen.

Verbraucherhinweise:

Sollte die Kartoffel grüne Stellen enthalten, müssen diese weggeschnitten werden. Sie enthalten das giftige Solanin. Frische Kartoffeln enthalten sehr viel Vitamin C, dass aber bei der Lagerung und bestimmten Zubereitungsarten (z.B.Pommes) verloren geht.

Kichererbse

Botanischer Name: Cicer arietinum
Familie: Schmetterlingsblütler

Beschreibung:

Die Kichererbse ist eine bis zu 1m hohe, einjährige Pflanze. Die mit etwa 3 cm relativ kurzen Schoten enthalten normalerweise zwei unregelmäßig geformte Samen von roter, brauner oder schwarzer Farbe.

Geschichte:

In Vorderasien wurde die Kichererbse bereits 7000 v.Chr. angebaut. Von dort wurde sie nach Indien und in den Mittelmeerraum gebracht. Heute wird sie in allen warmen Ländern angebaut.

Verbraucherhinweise:

Die getrockneten Samen werden eingeweicht, und beispielsweise als Eintopf oder Püree genutzt. Gekeimte Kichererbsen sind leichter verdaulich und eine Berreichung für Salate und in Suppen.

Knoblauch

Synonyme: Knofel, Knufloch, Knobel, Chnübli, garlic, common garlic, ail.
Botanischer Name: Allivum sativum L.
Familie: Alliaceae/ Liliengewächse

Beschreibung:

Der Knoblauch gehört zu den Zwiebel- oder Lauchgewächsen. Er bildet eine weisse oder rötlich violette Knolle, welche bis zu 12 kleinere Knoblauchzehen enthält. Der Knoblauch sowie die Zehen sind von einem papierartigen weissen oder violetten Faserstoff umhüllt und eingepackt.Der typische Knoblauchgeschmack stammt vom schwefelhaltigen ätherischen Öl Allicin.

Geschichte:

Vermutlich stammt der Knoblauch aus Asien. über Vorderasien gelang der Knoblauch dann nach Europa. Knoblauch wurde in allen Zeiten eine sagenumwobene Heilkraft nachgesagt. Im Mittelalter sollte er gegen Pest schützen, die Hebräer trugen Knoblauch als Talismann und im alten Ägypten sollte er den Arbeitern für den Bau der Pyramiden die nötigen Kräfte verleihen. Wegen seiner antbakteriellen Wirkung nahmen die Seefahrer Knoblauch zur Aufbereitung von fauligem Wasser und auch in wärmeren Ländern wurde Knoblauch dazu benutzt das Wasser von Brunnen und Zisternen zu verbessern.

Verbraucherhinweise:

Die Wirkstoffe im Knoblauch helfen Herz-Kreislauf-Probleme zu vermeiden, sind ausgesprochen gut bei Entzündungen, wirken desinfizierend, krampflösend und reinigen das Blut. Vor Gebrauch sollte man den zerkleinerten Knoblauch 30 Minuten stehen lassen, damit er seine volle Wirkung entfalten kann.

Knollensellerie

Botanischer Name: Apium graveolens L.
Familie: Apiaceae/ Doldenblütler
Saison: Juli, August, September, Oktober, November

Beschreibung:

Knollenselerie ist eine zweijährige Pflanze, die im zweiten Jahr eine faustgroße Knolle mit weißem, festem Fruchtfleisch bildet. Ätherische Öle erzeugen den typischen Geschmack.

Geschichte:

Ursprünglich kommt der Sellerie aus Asien Im Mittelalter und in der Renaissancezeit diente der Sellerie hauptsächlich als Arzneipflanze. Beschreibungen im 17. Jh. lassen erkennen, dass er allgemein in den Gärten gezogen und Blätter, Stängel und Wurzel gegessen wurden. Bleich- und Knollensellerie sind in dieser Zeit in Italien herausgezüchtet worden und letzterer ist über Frankreich nach Deutschland gekommen, weshalb sich aus dem franz. Namen céleri die heute gebräuchliche Bezeichnung Sellerie eingebürgert hat.

Verbraucherhinweise:

Schon seit dem Mittelalter kannte man seine harntreibende Wirkung (aufgrund des Kaliumgehaltes). Heutzutage schützt man weiters die stärkende, blutreinigende, hustenmildernde und entwässernde Eigenschaft des Selleries.

Kohlrabi

Synonyme: Rübkohl, Oberkohlrabi, Oberrübe, Stengelrübe,
Botanischer Name: Brassica oleracea L. var. gongylodes L.
Familie: Kreuzblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Kohlrabi ist eine zweijährige Pflanze. Durch die Verdickung des Markkörpers entsteht die rundliche Form des Kohlrabi. Er kann einen Durchmesser von 20cm erreichen. Die Farben reichen von weiß bis grün und von rot bis violett.

Geschichte:

Die Herkunft des Kohlrabi ist vermutlich Nordeuropa. Deutschland ist heute der größte Anbauer und Konsument.

Verbraucherhinweise:

Ernährungsphysiologisch ist der Kohlrabi mit dem Blumenkohl vergleichbar. Am besten schmecken die Knollen, wenn sie noch nicht ihre volle Größe erreicht haben. In den Blättern befinden sich dreimal soviele Vitamine, sie können deshalb unbedingt auch gegessen werden.

Kohlrübe

Synonyme: Steckrübe,Gelbe Rübe, Wruke, Boden-, Unterkohlrabi, swede, turnip, chou-rave, chou-navet, rutabaga.
Botanischer Name: Brassica nabus
Familie: Brassicaceae

Beschreibung:

Die Kohlrübe ist wahrscheinlich eine Kreuzung zwischen Kohlrabi und Herbstrübe. Sie wird weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut. Die Kohlrübe ist oval rund und nach oben spitz zulaufend. Sie kann bis zu 1,5 kg schwer werden. Die Schale ist gelblich bis rötlich. Die gelbfleischigen Kohlrüben werden in der Küche bevorzugt. Sie eignen sich pur geraspelt oder in Scheiben im Salat, als Rohkost, zum Füllen und Kochen, für Eintöpfe und Aufläufe.

Geschichte:

Vermutlich stammt die Kohl- oder Steckrübe aus dem Mittelmeerraum.Lange Zeit galt die Steckrübe als minderwertiges Gemüse, da sie, bedingt durch die Kriegsjahre, als Allround-Produkt den Speiseplan beherrschte.

Verbraucherhinweise:

Wie alle Kohlsorten wirken Steckrüben blähend. Wer empfindlich ist, sollte Kümmel oder Koriander als Gewürz verwenden.

Kopfsalat

Synonyme: Grüner Salat, Buttersalat, Häuptlisalat, Harpelsalat
Botanischer Name: lacuta sativa
Familie: Korbblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Der Kopfsalat( auch Buttersalat genannt) besteht aus einem festen, dichten Kopf mit sich überdeckenden weichen Blättern. Die Blätter können weißlich-gelb bis dunkelgrün und rotbraun sein. Kopfsalat hat einen milden, sehr angenehmen Geschmack. Er wird roh als Salat oder zu Suppe zubereitet.

Geschichte:

Man findet in der Literatur Hinweise, dass die Kultur des Salates bis zu den Ägyptern zurückgeht. Die Kultur von Salat soll dann über die Griechen zu den Römern gekommen sein. In Mitteleuropa wurde die Kultur des Salates erst um das Jahr 800 bekannt. Der geschützte Anbau von Salat wurde vermutlich unter Ludwig XIV. um 1700 eingeführt, da die Lieferung von frischem Salat für die königliche Tafel bereits glaubwürdig belegt ist. Als Urform aller Salate wird die Wildform Lctuca serriola angenommen.

Verbraucherhinweise:

Die meisten Vitamine befinden sich in den äußeren, dunkelgrünen Salatblättern. Beim Treibhaussalat werden mehr Nitrate aufgenommen und im Stengel und den Blattrippen gespeichert. Im Winter sollten die Stengel und Rippen entfernt werden. Kopfsalat sollte nich neben Obst gelagert werden. Beim reifenden Obst wir Ethylen freigesetzt, welches dem Salat Flecken verursacht und ihn reasch welken lässt

Kresse

Saison: ganzjährig

Beschreibung:

siehe Brunnenkresse, Gartenkresse, Kapuzinerkresse

Verbraucherhinweise:

Die Kresse enthält ein natürliches Antibiotikum in hohen Dosen und wirkt auch dadurch Grippe hemmend. Besonders im Winter wird die Kresse gerne als Salat gegessen oder als Gewürz verschiedenen Gerichten beigegeben.

Krullsalat

Botanischer Name: Lactuca sativa
Familie: Korbblütler

Beschreibung:

Der Krullsalat ist aus einer Mischung von Eichblatt und Kopfsalat hervorgegangen

Geschichte:

s. Kopfsalat

Verbraucherhinweise:

Krullsalat schmeckt ähnlich wie Kopsalat, füllt in der Salatsosse aber nicht so schnell zusammen.

Kürbis

Botanischer Name: Cucurbita lagenaria
Familie: Cucurbitaceae
Saison: August, September, Oktober, November, Dezember

Beschreibung:

Der Kürbis ist eine rankende Pflanze, deren Früchte (botanisch Beeren) je nach Sorte gewaltig groß werden können. Bis zu einem halben Meter Durchmesser und 75kg schwer. Der essbare Teil ist das gelbe Fruchtfleisch, die Schale ist ungenießbar.

Geschichte:

Der Kürbis kommt ursprünglich aus Südamerika, aber mittlerweile wird er weltweit angebaut. In Europa sind Frankreich und Griechenland führend.

Verbraucherhinweise:

Kürbis eignet sich gut zum Entwässern (Wasseransammlungen) des Körpers, hilft bei Säureüberschuss, hilft gegen Verstopfung und schafft Erleichterung bei Hämorrhoiden.