Gemüselexikon

Abwechslungsreich, vielseitig und aktuell zur Jahreszeit bieten wir Ihnen an dieser Stelle das richtige Gemüse für Ihren Tisch.

Wir wünschen viel Spaß bei der Auswahl Ihrer Gemüsesorten!

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Lattich

Synonyme: Römer Salat, Romana-, Binde- Salat, Sommerendivie, cos lettuce, romaine lettuce, laitue romaine.
Botanischer Name: lactuca sativa var. Logifolia
Familie: Korbblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Auch die Bindesalate bilden während der vegetativen Phase eine dichte Rosette. Dabei nehmen die etwas derberen Blätter im Gegensatz zu den Schnitt- und Pflücksalaten eine steilere Stellung ein. Sie sind überwiegend länglich. Bei vielen Sorten sind die Blattspitzen leicht nach innen gebogen. Bindesalate gehen weniger schnell in die Blüte als die übrigen Gartensalate. Sie vertragen höhere Temperaturen, sind aber frostempfindlicher. Der Anbau liegt vorzugsweise in den Ländern Italien, Frankreich und Spanien.

Geschichte:

Man findet in der Literatur Hinweise, dass die Kultur des Salates bis zu den Ägyptern zurückgeht. Die Kultur von Salat soll dann über die Griechen zu den Römern gekommen sein. In Mitteleuropa wurde die Kultur des Salates erst um das Jahr 800 bekannt. Der geschützte Anbau von Salat wurde vermutlich unter Ludwig XIV. um 1700 eingeführt, da die Lieferung von frischem Salat für die königliche Tafel bereits glaubwürdig belegt ist. Als Urform aller Salate wird die Wildform Lctuca serriola angenommen.

Verbraucherhinweise:

Als Salat ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Bei Sonnenbrand und Verbrennungen lindert der Blattsaft.

Lauch

Synonyme: Porree, Küchen-, Winter-, Breitlauch, leek, poireau.
Botanischer Name: Allium porrum L.
Familie: Liliengewächse
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Lauch ist ein Zwiebelgewächs. Es verfügt aber nicht über die typische Zwiebel. Der Stängel ist rund und im unteren Drittel dicht beblättert. In den zu Speicherorganen verdickten, breiten Blattscheiden werden Nährstoffe eingelagert und bilden einen dicken Scheinspross (Porreestange). Erst oberhalb entwickeln sich die freien 2-4 cm breiten, graugrünen, etwas bereiften länglich zugespitzten und gekielten Spreiten, was den Pflanzen auch den Namen Breitlauch eingebracht hat.

Geschichte:

Porree oder Winterlauch (Allium porrum) ist nur als Kultur bekannt und stammt vermutlich als Varietät von der im Mittelmeerraum wildwachsenden Art Allium ampeloprasum ab, dem Sommerlauch, der wohl schon von den Ägyptern gegessen wurde. Für die Griechen und Römer des klassischen Altertums war er von gleicher Wichtigkeit wie Zwiebeln und Knoblauch. Unklar ist, ob der Porree schon zur Römerzeit ins damalige Germanien kam. Wahrscheinlicher ist, dass er erst im Mittelalter aus Italien zu uns kam.

Verbraucherhinweise:

Der Lauch wird heute oft gerne überdüngt. Kaufen Sie wenn möglich Bio-Lauch, er bläht weniger, enthält weniger unerwünschte Zusatzstoffe und ist gesünder. Weil der Lauch während seines Wachstums immer wieder mit neuer Erde zugedeckt wird, muss er zur Reinigung aufgeschnitten, die einzelnen Blätter auseinander gebogen und kräftig gespült werden. Es gibt unzählige Lauchgerichte. Oft bringt der Lauch den Eigengeschmack der anderen Gemüse erst richtig zur Geltung. Gerne wird er deshalb auch in Eintöpfen verwendet. Lauch vermag den Blutzucker zu senken oder hilft Rheuma- und Gichtkranken zur Linderung der Beschwerden.

Linse

Botanischer Name: Lens culinaris
Familie: Leguminosen/ Schmetterlingsblütler

Beschreibung:

Die Linse ist ein bis zu 50 cm hoher, rankender Strauch. Die Schoten sind maximal 2 cm lang, und enthalten runde, flache Samen, zwischen 3 und 7 mm im Durchmesser, und 1 bis 2 mm dick.

Geschichte:

Die Linse stammt aus dem Mittelmeerraum oder Kleinasien und ist seit mindestens 8000 Jahren eine wichtige Nutzpflanze. Im alten Ägypten war die Linse eines der Grundnahrungsmittel, und auch in Israel kannte man sie (Esau und das Linsengericht). Sie stammt wahrscheinlich von den beiden Wildpflanzen Lens orientalis und Lens nigricans ab. Sie wird heute weltweit angebaut, und ist in Indien mit über 50 Sorten verbreitet.

Verbraucherhinweise:

Linsen sind leicher verdaulich als Erbsen und Bohnen und haben mit 25% einen sehr hohen Eiweissanteil.

Löffelkraut

Botanischer Name: Cochlearia officinalis

Beschreibung:

Der Geschmack der rundlichen, dunkelgrünen Blätter ist rettichartig, denn sie enthalten wie bei anderen Kreuzblütlern auch reichlich keimhemmende Senfölglykoside, die gegen Erkältungen schützen. Erntezeit ist bis zur sommerlichen Blüte, in Sätzen gesät das ganze Jahr.

Geschichte:

Das Löffelkraut ist eine frostharte heimische Pflanze von den Kästen Nordeuropas. Weil man sie nicht nur den ganzen Sommer über, sondern auch mitten im Winter beernten kann, war sie in früheren Jahrhunderten sehr geschützt - vor allem bei Seefahrern. Doch auch in den Hausgärten und vor allem in den schneereichen Bergen wusste man die ungewöhnliche Qualitäten dieser Pflanze zu schützen.

Lollo Bianco

Synonyme: Lollo Bionda
Botanischer Name: Lactuca sativa
Familie: Korbblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Die grünen, harten und robusten, stark gekrausten, an den Rändern zarten Blätter des Lollo Bionda bilden eine kompakte, halbkugelförmige, eine Kopfbildung vortäuschende Rosette mit einem Durchmesser von etwa 30 cm.

Geschichte:

s. Kopfsalat

Verbraucherhinweise:

Der Lollo Bianco weist eine wesentlich höhere Haltbarkeit auf als andere Salate und kann deshalb gut zum dekorieren von Speisen benutzt werden. Ausserdem schmeckt er auch gekocht.

Lollo Rosso

Botanischer Name: Luctuca sativa
Familie: Korbblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, November

Beschreibung:

Der Lollo Rosso hat dunkelrote, stark gekrauste Blattränder, die zum Strunk hin grün bis hellgrün werden. Lollos sind Pflücksalate, bei denen die Blätter immer wieder nachwachsen, nachdem sie einzeln geerntet worden sind. Er wird sowohl als Kopfsalat oder als Schnittsalat angeboten. Die Blätter der kleinen Büsche sind zarter als die der großen

Geschichte:

Lollo Rosso stammt ursprünglich aus Italien, wird heutzutage aber auch in Frankreich und Italien angebaut.

Verbraucherhinweise:

Für die Zubereitung werden die Blätter von den Stängeln geschnitten oder abgezupft und anschließend gründlich gewaschen. Sie schmecken recht kräftig, leicht bitter und etwas nussig. Lollos lassen sich ausgezeichnet mit anderen Salaten kombinieren, harmonieren gut mit kräftigen Salatsaucen sowie kurz gebratenem Fleisch.

Lotuswurzel

Botanischer Name: Netumbo nucifera
Familie: Seerosengewächse

Beschreibung:

Gegessenwerden die Blüte und die Wurzel der Pflanze. Die Wurzel bildet drei bis vier, bis zu 30 cm lange und 10 cm dicke, zylindrisch geformte Zwischenknotenstücke. Sie sind mit Röhren durchzogen, die im Querschnitt kreisförmig angeordnet sind. Sie dienen der Pflanze zur besseren Sauerstoffversorgung.

Geschichte:

Die Lotuswurzel stammt ursprünglich aus dem Irak, aus Indien und dem Wolgadelta. Angebaut werden die Lotuspflanzen auf überfluteten Feldern, ähnlich wie beim Reisanbau. Die Lotuspflanze hat in Indien auch religiöse Bedeutung. Sie steht für Wiedergeburt, Reinheit und Vollkommenheit.

Verbraucherhinweise:

Aus den Hüllblättern der Blüte werden gesundheitsfördernde Tees bereitet, Die zarten Blüten werden als Blattgemüse gegessen und aus den Wurzeln und den Samen wird Mehl hergestellt.

Löwenzahn

Botanischer Name: Taraxacum officinale
Familie: Korbblütler

Beschreibung:

Die gezackten Blätter gaben dem Löwenzahn seinen deutschen Namen. Vielen ist er zudem als Pusteblume bekannt, da sich die Samen mit den kleinenFallschirmen leicht wegpusten lassen. Er ist besonders auf stickstoffreichen Böden vertreten. Die Blätter des wilden Löwenzahns sind stark gerippt und dunkelgrün, die des angebauten Löwenzahnart sindgezahnt. Es gibt auch eine Art mit gebleichten Blättern. Durch den Lichtentzug entwickeln sich die Bitterstoffe nicht so stark, und er ist deshalb wesentlich milder.

Geschichte:

Löwenzahn ist bei uns schon seit dem Mittelalter bekannt. Die bis zu 2m tief reichenden Pfahlwurzeln wurden früher sogar, geröstet und gemahlen, als Kaffee-Ersatz verwendet. Und auch in der Volksmedizin hat der Löwenzahn seinen angestammten Platz: als blutreinigendes und harntreibendes Mittel, als Arznei gegen Rheuma und Gicht und auch bei Gallen- und Leberleiden.

Verbraucherhinweise:

Als reines Gemüse ist der Löwenzahn aufgrund der hohen Anteile an Bitterstoffen nicht zu empfehlen. Bestenfalls ganz junge Triebe können ein schmackhaftes Gemüse abgeben. Hinzu kommt die stark harntreibende Wirkung, was ihm den französischen Namen: Pisse au lit (Bettnässer) eintrug. Junge Blätter schmecken hervorragend als Beigabe in Suppen und Salaten oder auch im Speisequark. Achtung! Der Verzehr größerer Mengen des Milchsaftes aus den Stengeln kann zu Vergiftungserscheinungen führen, Kinder sollten z.B. den Milchsaft nicht aus den Stängeln saugen. Der Milchsaft kann zudem Kontaktallergien verursachen und hinterlässt braune Flecken auf Kleidung und Haut.