Gemüselexikon

Abwechslungsreich, vielseitig und aktuell zur Jahreszeit bieten wir Ihnen an dieser Stelle das richtige Gemüse für Ihren Tisch.

Wir wünschen viel Spaß bei der Auswahl Ihrer Gemüsesorten!

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Pak-Choy

Synonyme: Paksoi, chinesischer Senfkohl

Beschreibung:

Pak-Choy ist mit dem Chinakohl verwandt und hat einen vergleichbaren, aber eher milden, saftigen Geschmack. Er bildet lose, dunkelgrüne Blätter mit hellen Blattrippen, die in Aussehen und Form dem Mangold ähneln. .

Geschichte:

In China gehört der Pak-Choy, auch Paksoi oder Chinesischer Senfkohl genannt, als alte Kulturpflanze zu den meist verbreiteten Gemüsearten.

Verbraucherhinweise:

Pak-Choy wird meist gekocht, gelegentlich nach kurzem Blanchieren als Salat gegessen.

Paprika

Synonyme: Gemüsepaprika, Peperoni, Süßpaprika, Spanischer Pfeffer, capsicum, sweet pepper, bell pepper, pivron, piment doux.
Botanischer Name: Capsicuum annuum
Familie: Nachtschattengewächse
Saison: Juli, August, September, Oktober, November

Beschreibung:

Die Paprika hat eine glänzende Haut. Das Farbspektrum reicht von weiss, gelb, grün, rot, violett bis schwarz. Die Frucht liegt in den unterschiedlichsten Formen vor. Erst wurde die 30 cm bis 1m hohe Pflanze als Zierpflanze in den Gärten gehalten. Durch Züchtung wurde ein Gemüsepaprika erschaffen, welcher in den wärmeren Weltregionen als Gemüse angebaut wird.

Geschichte:

Durch spanische Seefahrer im 16. Jh. wurde der Paprika aus Mittelamerika nach Europa gebracht. Die zylinderförmigen Früchte waren extrem scharf und wurden deshalb auch Spanischer Pfeffer genannt. über die Türkei wurde der scharfe Paprika nach Osteuropa gebracht. In Ungarn wurde er zum Nationalgemüse. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Gemüsepaprika im deutschen Sprachraum in der neu gezüchteten Form angebaut.

Verbraucherhinweise:

Die Paprika hat den doppelten Vitamin-C-Gehalt einer Zitrone. Damit die Vitamine nicht verloren gehen, sollte die Paprika roh gegessen werden. Die rote ist reifer und süßer und wird auch von Kindern gerne roh gegessen.

Pastinaken

Synonyme: Pasterna, Hammelmöhren, Moorwurzel, parsnip, patenais.
Botanischer Name: Pastinaca sativa
Familie: Doldenblütler

Beschreibung:

Die Pastinake hat eine längliche Form und weisse Farbe. Sie ähnelt sehr stark der Möhre und der Petersilienwurzel sowohl von der Form als auch vom Geschmack.

Geschichte:

Die Pastinake stammt aus Europa und wird heute hauptsächlich in England und den USA angebaut. Sie wird in diesen Ländern als Weihnachtsgemüse geschützt. Bei uns wurde fast vollständig vom Speiseplan verdrängt. In einigen Feinschmecker Restaurants findet man sie wieder auf der Karte. Von Biobauern wird sie auch wieder vermehrt angebaut.

Verbraucherhinweise:

Man kann Pastinaken roh im Salat geniessen oder ebenso wie Möhren kochen. Die Pastinake lindert Magen-Darmbeschwerden und ist gut für die Atemwege.

Patisson

Synonyme: Squash, Kaiser-, Bischofsmütze, custard marrow, scallop, sqush, patisson.
Botanischer Name: Cucurbita pepo
Familie: Kürbisgewächse/ Cucurbitaceae

Beschreibung:

Die ca handtellergroße Patisson ist weiss, gelb bis grünlich. Das Fleisch ist weiss. Patissons sind vermutlich eine Kreuzung aus Gurke und Kürbis. Sie ist auch eine Kriechpflanze

Geschichte:

Schon die Inkas kannten Parissons. Vermutlich brachte Kolumbus die Patissons mit nach Europa

Verbraucherhinweise:

Es gibt mittlerweile auch Minipatissons, die ganz verzehrt werden können. Allgemein findet man Patissons recht selten im Angebot.

Petersilienwurzel

Synonyme: Wurzelpetersilie, Hamburg parsley, parsley root, persil racine.
Botanischer Name: Herba Petroselini

Beschreibung:

Die Petersilienwurzel ähnelt stark der Pastinake. Sie ist weiss mit brauner Maserung und weissem Fleisch. Die Blätter ähneln denen der Petersilie, sind nur größer. Sie dient hauptsächlich als Gewürz, wird aber zunehmend auch als Gemüse verwendet.

Geschichte:

Ursprünglich kommt die Petersilienwurzel aus dem Mittelmeerraum, mittlerweile gibt es sie aber weltweit

Portulak

Synonyme: Burzelkraut, Postelein, Sommer-, Winterportulak, Kuba-Spinat, Tellerkraut, Monta perfoliata, winter purslane, miners lettuce, pourpier d'hiver, claytone de Cuba.
Botanischer Name: Portulaca oleracea ssp.
Familie: Portulacaceae

Beschreibung:

Portulak eine schnell wachsende, einjährige Kulturpflanze. Die Blätter sind verkehrt eiförmig, die Kelchzipfel auf dem Rücken geflügelt, zusammengedrückt. Sie sind stiellos und an den roten Stengeln sitzend, grün oder gelbrötlich. Winterportulak sollte nicht zur Blüte kommen, ausgefallener Samen ist über viele Jahre keimfähig.

Geschichte:

Die Heimat ist wahrscheinlich vom westlichen Himalaja bis Südrussland und vielleicht bis Griechenland zu suchen. Als Heil- und Gemüsepflanze war Portulak in Ägypten bekannt. Bei uns wurde er schon im Mittelalter als Spinat- und Salatgemüsepflanze angebaut, jetzt weitgehend durch den Spinat verdrängt. Als Kulturpflanze wird Portulak in kleinen Mengen in den Niederlande unter Glas, in Belgien, in Nordrhein-Westfalen und im übrigen Bundesgebiet in Bio-Betrieben angebaut.

Verbraucherhinweise:

Mit Öl, Salz, Essig und Zitrone werden die frischen rohen, kleingehackten Blättern zu einem saftigen Salat zubereitet, in Verbindung mit Gurken, Tomaten oder Kopfsalat. Die rohen Blätter des Portulaks werden ferner für Rohkostplatten und als Butterbrotbelag verwendet. Gekocht wie Spinat, aber in wesentlich kürzer Kochzeit, dient er als Zugaben zu Kräutersoßen, Remoulade, Suppen und Quark. Die Blütenknospen können als Kapernersatz Verwendung finden.

Puffmais

Beschreibung:

Puffmais ist eine Hartmaissorte, die über grosse wassergefüllte Hohlräume verfügt. Ihre Hauptanbau- gebiete sind die USA, Argentinien und Südfrankreich. Wie der Name schon verrät, lässt sich aus dieser Sorte Popkorn herstellen

Geschichte:

Die amerikanischen Ureinwohner hatten eine wenig wissenschaftliche Erklärung dafür, weshalb Maiskörner zu Popcorn werden: Man glaubte, in den Körnern wohnen kleine Geister, die durch das Erhitzen ihrer "Häuser" aufgescheucht werden und wütend herausgeschossen kommen. s.auch Mais. Darüber hinaus diente der Puffmais auch als Dekoration für Kopfschmuck oder sogar als "Orakel" : Erfahrene Medizinmänner warfen dazu die Körner in ein offenes Feuer und deuteten anhand der "Poprichtung" die Zukunft.

Verbraucherhinweise:

Beim Erhitzen dehnt sich das Wasser im Inneren des Maiskorns aus, bis die harte Schale dem Druck nicht mehr standhalten kann und platzt. Das passiert bei ca. 240 bis 260 Grad Celsius. Im Bruchteil einer Sekunde blüht sich die überhitzte Stärke unter dem Druck des Wasserdampfs auf, tritt in einer schaumartigen Struktur aus und verliert dabei sofort an Temperatur. Durch die rapide Abkühlung erstarrt sie noch kurz vor dem Ende der "Explosion". Popcorn ist damit nichts anderes als eine kleine "eingefrorene Explosion".