Gemüselexikon

Abwechslungsreich, vielseitig und aktuell zur Jahreszeit bieten wir Ihnen an dieser Stelle das richtige Gemüse für Ihren Tisch.

Wir wünschen viel Spaß bei der Auswahl Ihrer Gemüsesorten!

A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | O | P | R | S | T | W | Y | Z

Radicchio

Synonyme: Rote Endivie, Roter Chicorée, red chicory, chicorée rouge.
Botanischer Name: Cichorium intybus var. Foliosum
Familie: Korbblütler

Beschreibung:

Die festen, kleinen Köpfchen mit knackig wein- bis violettroten, stark weißgerippten Blätter weisen einen aromatischen, leicht bitteren Geschmack auf. Die kugelige Form entsteht erst während des Wachstums indem sich die Blätter fest zusammenrollen und sich bei kühlen Temperaturen und unter Lichteinfluss kräftig rot färben. Bei den im Handel angebotenen etwa 200 - 400 g schweren, faustgroßen Radicchio-Köpfen handelt es sich eigentlich nur mehr um die Innenköpfe, die grünlichen äußeren Blätter werden wegen ihrer starken Bitterkeit bereits vorher entfernt.

Geschichte:

Die ursprüngliche Heimat des Radicchio ist Norditalien. Dort wurde der rote Salat bereits im 16. Jahrhundert angebaut.

Verbraucherhinweise:

Wie bei allen Zichorienarten ist auch in den Blattrippen des Radicchio der Bitterstoff Intybin enthalten, der durch seine anregende Wirkung auf die Produktion von Gallensäften eine günstige Wirkung auf die Verdauung und auf die Blutgefäße aufweist. Durch das enthaltene Kalium wirkt Radicchio entwässernd, durch seine Folsäure blutbildend und das enthaltene Vitamin C stärkt das Immunsystem. Kurz in warmes wasser gelegt verliert der Radicchio seinen bitteren Geschmack.

Radieschen

Synonyme: Radies, Monatsrettich, small radish, radish, radis de tous les mois, petit radis.
Botanischer Name: Raphanus sativus
Familie: Kreuzblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Die Knolle ist rund, zylindrisch, rübenähnlich oder länglich geformt, hat einen Durchmesser von etwa 2 cm und ist weiß, weißrot, gelb, rot, rosa oder violett gefärbt, seltener auch zweifärbig weißrot gestreift und hat ein weißes bis leicht rosafarbenes Fleisch. Wirtschaftliche Bedeutung haben jedoch nur die roten und runden Sorten, eine bekannte Spezialität sind die weißen und länglichen Eiszapfen oder Eiszäpfchen.

Geschichte:

Radieschen sind wahrscheinlich ursprünglich in Ostasien beheimatet und wurden in China und Japan seit dem Altertum als Zierpflanzen kultiviert. Möglicherweise stammen sie aber auch von dem im Mittelmeergebiet verbreiteten Wildkraut Raphanus landra ab oder sind eine aus dem Rettich entstandene Züchtung. Jedenfalls wurden sie frühestens ab dem 14. Jahrhundert in Mitteleuropa bekannt und werden Radieschen heute weltweit angebaut.

Verbraucherhinweise:

Für den mild-scharfen Geschmack sind die enthaltenen Senföle verantwortlich, die eine antimikrobielle und harntreibende Wirkung aufweisen und so vorbeugend gegen Nierenerkrankungen oder krampf- und schleimlösend auf die Atmungsorgane wirken. Ebenso wie der verwandte Rettich fördern Radieschen den Appetit und stimulieren die beim Zerkleinern freiwerdenden Glucosinolate die Dünndarmmuskulatur, fördern den Gallenfluss und entlasten so die Leber.

Reisspinat

Botanischer Name: Chenopodium quinoa

Beschreibung:

Die einjährige, robuste und unempfindlichen Pflanzen gedeihen in den Anden Perus und Boliviens bis auf 4500 Meter Höhe. Die Körner schmecken ähnlich wie Reis und zählen in ihrer Heimat als Hauptnahrungsmittel.

Geschichte:

Quinoa, Reismelde, Reisspinat und Peru-Spinat sind verschiedene Namen für eine in Süd- und Mittelamerika weit verbreitet Nahrungspflanze. Sie wird seit langem sowohl wegen ihrer schmackhaften spinatähnlichen Blättern als auch wegen der besonders eiweiß- und stärkehaltigen Körner genutzt.

Rettich

Synonyme: Radi, radish, winter radish, black radish, radis rave.
Botanischer Name: Raphanus sativus
Familie: Kreuzblütler
Saison: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Beschreibung:

Der Rettich ist 10-30cm lang. Es gibt längliche und kugelige Formen. Er kann weiss, rot, braun oder sogar schwarz sein. Er hat einen leicht pfeffrigen Geschmack.

Geschichte:

Rettich stammt vermutlich von dem im östlichen Mittelmeer vorkommenen Strandrettich ab. Die Römer brachten ihn aber schon 50 v.Chr. über die Alpen mit nach Mitteleuropa. Rettich ist somit eine der ältesten Kulturpflanzen.

Verbraucherhinweise:

Eine Rübe deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Durch seinen hohen Kalziumanteil stärkt er Knochen und Zähne. Die Senföle reinigen die Schleimhäute und sind gut für die Atmung. Rettich kann bei einem empfindlichen Magen aber auch Sodbrennen verursachen.

Rhabarber

Botanischer Name: Rheum Rhababarum
Saison: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli

Beschreibung:

Der Rhabarber ist eine Rhizomstaude, die auf den bis zu 60 cm langen und 3 - 5 cm breiten, kräftigen, glatten und kahlen Stielen ihre großen, rundlich bis ovalen oder herzförmigen, wellig gekrausten Blätter entwickelt. Die Stiele sind grün gefärbt mit grünem Fruchtfleich, rot gefärbt mit grünem Fruchtfleisch oder rot gefärbt mit rotem Fruchtfleisch. Der weiße oder rote, rispig angeordnete Blütenstand kenn eine Höhe von bis zu 150 cm erreichen. Obwohl Rhabarber botanisch gesehen ein Gemüse ist wird er ausschließlich wie Obst als Dessert verwendet.

Geschichte:

Die fleischigen Wurzeln des chinesischen Rhabarber oder Medizin-Rhabarber (Rheum palmatum) wurden bereits um 2700 v.Chr. in einem chinesischen Kräuterbuch als Heilmittel beschrieben. Schon zur Zeit um Christi Geburt wurden getrocknete und geriebene Wurzeln international gehandelt. Von China gelangten die Rhabarberstauden nach Russland, die den Handel mit Medizinal-Rhabarber zu Beginn des 18. Jahrhunderts monopolisierten und strenge Qualitätsvorschriften einfährten.Ebenfalls im 18. Jahrhundert begann man erstmals in England die fleischigen Blattstiele zu nutzen und verschiedene Speise-Rhabarbersorten (Rheum rhaponticum) und (Rheum rhabarbarum) als Gemüse kommerziell anzubauen. In Mitteleuropa wurde diese Form der Nutzung erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt und heute wird Rhabarber in allen gemäßigten Zonen der Erde angebaut.

Verbraucherhinweise:

Die Rhabarberstangen enthalten Apfel- und Zitronensäure und ein wenig Oxalsäure, die vor allem in den (deshalb) ungenießbaren grünen Blättern vorhanden ist. Dem Rhabarber wird eine blutreinigende und darmregulierende Wirkung nachgesagt, weshalb er gerne für entschlackende Frühjahrskuren verwendet wird.Ausschließlich die saftig-fleischigen Stiele des Rhabarber sind nach Abzug der äußeren, faserigen Haut zum Verzehr geeignet und werden gekocht, in Zucker getaucht oder mit Salz gegessen. Wegen der enthaltenen Oxalsäure sollte Rhabarber niemals in Aluminiumtöpfen gekocht und nie roh gegessen werden. Rhabarber eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Kompott und Marmelade sowie von Kuchen und Sorbets.

Romanesko

Beschreibung:

Romanesko ist eine Kreuzung aus Blumenkohl und Brokkoli

Rosenkohl

Synonyme: Sprossenkohl, brussels sprouts, chou de bruxeles.
Botanischer Name: Brassica oleracea
Familie: Kreuzblütler
Saison: Oktober, November, Dezember, 1, 2

Beschreibung:

Der Rosenkohl zählt zu unseren beliebtesten Kohlsorten. Als Rosenkohl bezeichnet man die Kohlsprossen bzw. Seitenknospen der Pflanze.Sie wachsen an ca. 1 Meter hohen Stengeln. Die einzelnen Köpfchen sind ca. 5cm. gross und grünlich gefärbt. Rosenkohl hat einen geringen Wasseranteil, weshalb er besonders würzig schmeckt. Durch Frost wird der Geschmack feiner.

Geschichte:

Als eine der jüngsten Kohlarten entstand Rosenkohl etwa vor 100 Jahren im Brüssler Raum. Anbauschwerpunkte liegen heute in den Küstengebieten der Nordsee und des Atlantiks, in England, den Niederlanden und Frankreich

Verbraucherhinweise:

Rosenkohl enthält viel Vitamin C, Vitamine der Gruppe B und wichtige Mineralstoffe.

Rote Beete

Synonyme: Randen, Rote Bete, Rote Rübe, Salatbete, Salatrübe, eetroot, betterave rouge.
Botanischer Name: Beta vulgaris
Familie: Gänsefußgewächse
Saison: Juni, Juli, September, Oktober, November

Beschreibung:

Die Knolle ist kugel-oder birnenförmig,manchmal auch zylindrisch. Sie entsteht zwischen Wurzelhals und Blattansatz durch Dickenwachstum. Meist ist sie rot bis dunkelrot gefärbt, es gibt sie aber auch in weiss. Eine besonders schöne Färbung hat die italienische Variante Chioggia mit weissen und roten Streifen.

Geschichte:

Rote Rüben stammen von der im Mittelmeerraum und in Vorderasien verbreiteten Strandrübe Beta maritima ab. Sie haben sich jedoch schon früh bis Mitteleuropa ausgebreitet. Im Mittelalter wurden Rote Rüben gegen Blutkrankheiten verwendet und bis ins 20. Jahrhundert verordneten Ärzte sie gegen Schwachzustände. Heute werden sie ausschliesslich zu Speisezwecken kultiviert.

Verbraucherhinweise:

Durch den hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen wirkt die rote Beete nach neueren Forschungsergebnissen prophylaktisch in Bezug auf Krebs. Ausserdem wirkt sie sich positiv auf die Blutbildung aus. Wurzel- und Blattansätze erst nach dem Kochen entfernen damit das Aroma nicht verloren geht.

Rote Kidney-Bohnen

Beschreibung:

Rote Kidney-Bohnen besitzen eine kräftige Schale und einen mehligen Kern. Sie passen zu Salaten und zu traditionell scharfen Fleischgerichten wie Chili con Carne.

Geschichte:

s.Bohnen

Rotkohl

Synonyme: Rotkabis, Blaukraut, Rotkraut, Roter Kappes, red cabbage, chou rouge.
Botanischer Name: Brassica oleracea
Familie: Kreuzblütler
Saison: September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar

Beschreibung:

Rotkohl hat einen festen runden bis ovalen Kopf und erhält durch den Pflanzenfarbstoff Anthozyan die rotviolette Farbe.

Geschichte:

Der Rotkohl ist ein Nachfahre des wilden Meerkohls und mittlerweile weltweit verbreitet

Verbraucherhinweise:

Rotkohl ist durch seine feste Zellstrukur schwer verdaulich. Menschen mit empfindlichem Magen sollten deshalb Kümmel zugeben.

Rucola

Synonyme: Rauke, Ölrauke, Ruke, rocket, salad roket, Roman roket, roquette.
Botanischer Name: Eruca sativa
Familie: Kreuzblütler

Beschreibung:

Die löwenzahnähnlich gezackten jungen Blätter des Rucola schmecken angenehm aromatisch, erdnussartig, leicht pfeffrig und mäßig scharf.

Geschichte:

Der ursprünglich im Mittelmeerraum und in Vorderasien beheimatete Rucola war schon im Mittelalter ein beliebtes Gewürzkraut. Ebenso wurde er in der Medizin verwendet. In Indien und Brasilien dient er sogar der Speise- und Brennölgewinnung.

Verbraucherhinweise:

Rucola nimmt gerne Nitrat auf, deshalb lieber Biorucola