Stichwortlexikon

Die Stichwort-Datenbank

zur Orientierung und Verbraucherinformation

Hier finden Sie über 600 Stichworte zu dem Thema gesunde Ernährung mit kurzen Erläuterungen und Abbildungen.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert und können nach den Anfangsbuchstaben einzeln aufgerufen werden.

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Abbau(Katabolismus)

Bezeichnung, für alle Prozesse im Stoffwechsel in denen Stoffe bzw. Substanzen abgebaut werden. Beim Abbau wird stets Energie gewonnen.

Abdomen

Bauchregion

Abführmittel(Laxantien)

Mittel, die die Darmtätigkeit anregen und die Darmentleerung fördern. Alle Abführmittel, auch die in vielen Tees enthaltenen "natürlichen" Abführmittel verursachen bei Daueranwendung eine Reizung de

Absorption(Resorption)

Übertritt von verdauten Nährstoffen oder anderen Substanzen aus Magen und Darm in Blut und Lymphe der Magen-Darm-Wand.

Abstinenz

Enthaltsamkeit, insbesondere gebräuchlich in Bezug auf Alkohol.

Abusus

Missbrauch, übermäßiger Gebrauch (z.B. von Abführmitteln&nbsp oder Alkohol).

Acarbose

"Diabetes-Medikament (orales Antidiabetikum), das zur Gruppe der alpha-Glucosidase-Hemmer gehört.

Acesulfam (Acesulfam-K)

Süßstoff, der ca. 200mal süßer als Haushaltszucker ist. Acesulfam ist koch- und backfest.

Acetonurie (Azetonurie, Ketonurie)

Das Auftreten von Ketonkörpern im Harn.

Adaptation

Anpassung an veränderte Umwelt- und Lebensbedingungen.

ADI-Wert (acceptable daily intake)

Wörtlich: " zulässige tägliche Aufnahme". International gebräuchliche Bezeichnung für die täglich duldbare Menge eines Schadstoffes, die vom Menschen lebenslang ohne Schädigung der Gesundheit (nach heutigem Wissen) aufgenommen werden kann. Für die Berechnung der täglichen Aufnahme durch den Erwachsenen wird ein durchschnittliches Körpergewicht von 60 kg angenommen. Der ADI-Wert wird durch Langzeittierversuche experimentell ermittelt.

Aflatoxine

Giftstoffe einiger Schimmelpilze, die auch auf Lebens- und Futtermitteln gebildet werden und in diese übergehen. Aflatoxine sind krebserzeugend, wobei in erster Linie die Leber betroffen ist. Sie werden besonders in feucht-warmem Milieu gebildet. Siehe auch Schimmel

AIO-Lösung

Erläuterung wird noch ergänzt.

Albumine

Wichtige Gruppe der Eiweiße im tierischen und menschlichen Körper

Aleuronschicht

Schicht des Getreidekorns, die den weißen Mehlkörper umgibt. Die Aleuronschicht ist vitamin- und mineralstoffreich und enthält große Mengen an Ballaststoffen. Bei der Herstellung von Auszugsmehl wird die Aleuronschicht zusammen mit dem Keimling als Kleie entfernt.

Alimentär

Keine Beschreibung

Alkaloide

In bestimmten Pflanzen vorkommende Stoffe, die alkalisch reagieren. Alkaloide wirken in höheren Konzentrationen toxisch, werden aber in niedrigen Konzentrationen als Heil- und Betäubungsmittel eingesetzt.Ihr Missbrauch führt zu gesundheitlichen Schäden. Viele Alkaloide, insbesondere die Alkaloide des Opiums, führen bei wiederholter Aufnahme zur Sucht. Das Nikotin der Tabakpflanze ist ebenfalls ein Alkaloid.

Alkalose

Säuremangel oder Basenüberschuss im Blut. Siehe auch: Säure-Basen-Haushalt

Alkohol

Allgemeine Bezeichnung für Trinkalkohol (Ethanol, Éthanol, Weingeist, Ethylalkohol). Alkohol entsteht bei der Vergärung von Zucker aus Weinbeeren, anderem Obst, Getreide und Kartoffeln.Alkohol gelangt nach seiner Aufnahme sehr schnell aus Magen und Darm ins Blut. Der Alkoholabbau erfolgt in der Alkohol gehört zu den am weitesten verbreiteten Genussmitteln. Er übt schon in geringen Mengen teils erregende, teils dämpfende Effekte auf das Zentralnervensystem und die Psyche aus. In größeren Mengen führt Alkohol zu Schädigungen von Leber und Gehirn (Alkoholmissbrauch). 1g Alkohol enthält 7,1 kcal , aber keine nennenswerten Gehalte an essentiellen Nährstoffen Nährstoffen.

Alkoholismus (Trunksucht, Alkoholsucht)

Zusammenfassende Bezeichnung für Krankheitserscheinungen, die durch übermäßige Aufnahme von Alkohol hervorgerufen werden (Alkoholmissbrauch).

Alkoholmissbrauch (Alkoholabusus)

Zeitweiliger oder dauernder übermäßiger Alkoholkonsum, der zu vorübergehenden oder bleibenden körperlichen Schäden, wie Störungen im Zentralnervensystem mit Beeinträchtigung der Sinneswahrnehmung, Fettleber, Leberschrumpfung und Gelbsucht führt. Der Alkoholkonsum ist in der BRD in den letzten 20 Jahren um das vierfache angestiegen.

Allergene

Substanzen, die durch Hautkontakt, Einatmung oder Aufnahme über den Magen-Darm-Kanal eine Allergie auslösen können.

Allergie

Übermäßige Reaktionen ("Überempfindlichkeit") unseres Abwehrsystems auf bestimmte Substanzen (Allergene) wie Blütenpollen, Hausstaub, Nahrungsmittel, Metalle oder andere Umwelteinflüsse. Der Organismus wehrt sich normalerweise gegen körperfremde Substanzen, indem er Abwehrstoffe (Antikörper) bildet. Durch verschiedene Ursachen kann die Abwehrreaktion sich auch gegen harmlose Stoffe richten. Eine Allergie macht sich durch Veränderungen der Haut und Schleimhäute, heftigen Juckreiz, Asthma, Heuschnupfen oder Entzündungen im Darmbereich mit Durchfällen bemerkbar. Allergien können angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden. Durch Beobachtung kann herausgefunden werden, auf welche Substanzen der Körper allergisch reagiert. Diese Stoffe sollten dann gemieden werden. Durch Verabreichung des Allergens in stark verdünnter Form (Desensibilisierung) werden zum Teil Behandlungserfolge erzielt.

Alternative Ernährungsformen

Von den üblichen Ernährungsgewohnheiten einer Gesellschaft abweichende Formen der Ernährung (z.B. Vegetarismus, Makrobiotik, Vollwert-Ernährung). Es werden zahlreiche, zum Teil sehr verschiedenartige alternative Ernährungsformen propagiert, die sowohl für Gesunde als auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen gedacht sind. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es empfehlenswerte, aber auch gesundheitlich bedenkliche alternative Ernährungsformen.

Alternative Lebensmittel

(Lebensmittel aus alternativem Landbau , Biolebensmittel): Stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Ihre Be- und Verarbeitung erfolgt möglichst schonend und ohne chemische Zusatzstoffe . Qualitätsmerkmale wie Geschmack, Geruch, Haltbarkeit, Inhaltsstoffe und ein möglichst geringer Schadstoffgehalt sollten im Vordergrund stehen. Ob und inwieweit alternative Lebensmittel qualitativ höher zu bewerten sind als herkömmlich hergestellte Lebensmittel ist noch nicht sicher geklärt.

Alternativer Landbau

(ökologische Landwirtschaft) Landwirtschaftliche Anbaumethoden, die auf die Verwendung von synthetisch hergestellten Nitrat- und Ammoniumdünger verzichten und keine oder nur stark eingeschränkt Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen. Ziele des alternativen Landbaus sind möglichst geringe Pflanzenschutzmittel-Rückstände (Rückstände) im Lebensmittel sowie eine umweltschonende Produktion. Eine gesetzliche Regelung zur Bezeichnung von Produkten aus dem alternativen Landbau gibt es nicht. Deshalb haben sich die Verbände der ökologischen Landwirtschaft zur AGÖL (Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau) zusammengeschlossen.

Aminosäuren (AS)

Grundbausteine aller Eiweiße (Proteine). Man unterscheidet unentbehrliche (essentielle) Aminosäuren und nicht-essentielle Aminosäuren. Nicht-essentielle Aminosäuren können vom Körper gebildet werden. Essentielle Aminosäuren können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen daher mit der Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden. Ein Mangel an essentiellen Aminosäuren ist bei den üblichen Verzehrsgewohnheiten in der Bundesrepublik Deutschland nicht zu befürchten, er spielt dagegen in Entwicklungsländern eine große Rolle.

Ammoniak (NH3)

Farbloses Gas mit charakteristisch stechendem Geruch. Ammoniak entsteht beim Abbau der Aminosäuren im Körper und wird in Form von Harnstoff im Urin ausgeschieden. In der chemischen Industrie wird Ammoniak zur Herstellung von Düngemitteln verwendet.

Anabolika (das Anabolikum, die Anabolika)

Bezeichnung für Medikamente, die den männlichen Hormonen nahe stehen und den Aufbau von körpereigener Substanz, besonders von Eiweiß, fördern. Sie werden z.B. von Bodybuildern zum Aufbau von Muskelmasse eingenommen oder in der Tiermast verwendet, was in Deutschland verboten ist.

Anämie

Eine Anämie ist meistens ein Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin), der häufig zu einer verminderten Zahl der roten Blutkörperchen führt. Dadurch kann mit dem Blut weniger Sauerstoff von der Lunge zu den übrigen Organen transportiert werden.Ursachen einer Anämie können sein: Blutverluste (z.B. starke Menstruationsblutungen), verringerte Blutbildung, gesteigerter Abbau der roten Blutkörperchen, Mangel an verschiedenen Vitaminen (Folsäure, Vitamin B12) sowie Mangel an Eisen. Auch Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder erhöhter Nährstoff-Bedarf durch Krankheit oder Schwangerschaft können zur Anämie führen.Bei Männern sind Anämien wesentlich seltener als bei Frauen.Weitere Infos erhalten Siehier&nbsp

Anämie (Blutarmut)

Eine Anämie ist meistens ein Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin), der häufig zu einer verminderten Zahl der roten Blutkörperchen führt. Dadurch kann mit dem Blut weniger Sauerstoff von der Lunge zu den übrigen Organen transportiert werden.Ursachen einer Anämie können sein: Blutverluste (z.B. starke Menstruationsblutungen), verringerte Blutbildung, gesteigerter Abbau der roten Blutkörperchen, Mangel an verschiedenen Vitaminen (Folsäure, Vitamin B12)  sowie Mangel an Eisen. Auch Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder erhöhter Nährstoff-Bedarf durch Krankheit oder Schwangerschaft können zur Anämie führen. Bei Männern sind Anämien wesentlich seltener als bei Frauen.  Hier finden Sie weitere Informationen.

Anamnese

Die vom behandelndem Arzt oder Therapeuten im Gespräch mit dem Patienten erhobene Vorgeschichte einer Krankheit.&nbspSiehe auchErnährungsanamnese&nbsp

Antagonist

"Gegenspieler

Anthroposophische Ernährungslehre

Alternative Ernährungsform&nbsp, die von dem Pädagogen und Philosophen Rudolf Steiner begründet wurde und sich auf dessen Weltanschauung stützt.&nbspSiehe auch:biologisch-dynamische Wirtschaftsweise&nbsp

Antibiotika

Bestimmte Stoffwechselprodukte vonSchimmelpilzen&nbsp. Antibiotika hemmen das Wachstum verschiedener krankheitserregenderMikroorganismen&nbsp.&nbspBei langfristiger oder häufiger Behandlung mit Antibiotika kann es zuAllergien&nbsp,Resistenz&nbsp und Veränderungen derDarmflora&nbsp kommen.Zu den Antibiotika zählen z.B. Penicilline, Tetracycline, Chloramphenicol.&nbspDas Antibiotikum Penicillin versagt inzwischen bei vielen krankheitserregenden Bakterien, weil diese resistent geworden sind.

Antigene

Körperfremde Substanzen, die im Körper zu einer Abwehrreaktion führen. Antigene können z.B. Bakterien, Viren oder bestimmte Nahrungsbestandteile sein. Der Körper besitzt verschiedene Mechanismen, um sich gegen Antigene zu wehren. So gibt es Körperzellen, die die Antigene "auffressen" oder bestimmte Eiweiße, die die Antigene erkennen und abfangen(Antikörper).

Antikörper (Immunglobuline)

Eiweißartige Abwehrstoffe im Organismus, die gegen bestimmte körperfremde Substanzen (Antigene) gebildet werden. Die Antikörper fangen die Antigene ab und machen sie so unschädlich.

Antioxidantien

Substanzen, die den Verderb von Lebensmittelbestandteilen durch Luftsauerstoff verhindern oder verzögern.Es gibt natürliche (Vitamin C,&nbsp Vitamin E)&nbsp und künstlich hergestellte (Ameisensäure, &nbspBenzoesäure)&nbsp.&nbspAntioxidantien zählen zu den zusatzstoffen&nbsp.

Antivitamine

Stoffe, die die Wirkung bestimmter Vitamine&nbsp vermindern bzw. verhindern.

Appendix

Wurmfortsatz des Blinddarmes

Appetit

Im Gegensatz zum Hunger   subjektives Verlangen nach Nahrung. Der Appetit ist abhängig von Gewohnheit, Umgebung, Stimmungslage, Geschmacks-, Geruchs- und anderen Sinnesreizen.

Appetitanreger

Mittel, die durch Anregung der Speichel-, Magensaft- und Darmsekretion den Appetit für dern sollen. Appetitanreger können z.B. Arzneimittel oder Aperitifs (Sherry, Wermutwein) sein.

Appetitzügler (Anorektika, Anorexika)

Mittel, die hemmend auf das Hungerzentrum im Zwischenhirn wirken. Sie vermindern den Appetit und damit auch die Nahrungsaufnahme.Da viele Appetitzügler direkt auf das Gehirn und damit die Stimmung einwirken können, sind sie rezeptpflichtig und dürfen nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Bei rezeptfreien Appetitzüglern ist meist umstritten, ob und wie sie wirken.

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau AGÖL

Zusammenschluss der Verbände des alternativen Landbaus. Die Mitglieder der AGÖL garantieren dem Verbraucher, dass die unter ihrem Zeichen vertriebenen Produkte tatsächlich nach vorgegebenen Richtlinien erzeugt wurden. Der AGÖL gehören folgende Verbände an: 1. Demeter 2. Bioland 3. ANOG 4. Biokreis e.V. Ostbayern 5. Naturland 6. Bundesverband Ökologischer Weinbau

Aromastoff

Hochkonzentrierte Geruchs- und Geschmacksstoffe, die meist aus Pflanzen und Tieren oder synthetisch hergestellt werden. Man unterscheidet natürliche, naturidentische und künstliche Aromastoffe. Natürliche Aromastoffe werden aus Pflanzen oder Tieren gewonnen (z.B. Vanilleessenz).Naturidentische Aromastoffe besitzen den gleichen Aufbau wie die in der Natur vorkommenden Aromastoffe, werden aber synthetisch hergestellt (z.B. Vanillin). Künstliche Aromastoffe werden im Labor entwickelt und hergestellt.

Arterienverkalkung

Krankhafte Veränderungen der inneren Blutgefäßwände in Form von Bindegewebswucherungen, Fetteinlagerungen und Kalkablagerungen. Hierdurch verengen sich die Gefäße, die Gefäßwand verhärtet sich und verliert ihre natürliche Elastizität. Folgen sind eine mangelhafte Blut- und Sauerstoffversorgung der Gewebe (z.B. im Gehirn oder Herzen) und die erhöhte Gefahr eines vollständigen Gefäßverschlusses (Thrombose).

Aufbau (Anabolismus)

"Bezeichnung für alle Prozesse im Stoffwechsel, bei denen körpereigene Proteine, Kohlenhydrate, Fette oder andere Körpersubstanzen entstehen.

Auszugsmehl

Sehr helles Weizenmehl (z.B. Mehltype 405), das keine Kleie mehr enthält.Auszugsmehl hat einen niedrigen Ausmahlungsgrad und ist weniger wertvoll als Vollkornmehl.

Avitaminose (Vitaminmangelkrankheit)

Erkrankung, die durch den völligen Mangel eines oder mehrerer Vitamine hervorgerufen wird.

Azidose (Acidose)

Zu hoher Säuregehalt im Blut.Siehe auch: Säure-Basen-Haushalt