Stichwortlexikon

Die Stichwort-Datenbank

zur Orientierung und Verbraucherinformation

Hier finden Sie über 600 Stichworte zu dem Thema gesunde Ernährung mit kurzen Erläuterungen und Abbildungen.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert und können nach den Anfangsbuchstaben einzeln aufgerufen werden.

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E-Nummern

Zusatzstoffe werden aus Gründen der Vereinheitlichung in jedem Land der Europäischen Gemeinschaft mit den gleichen Nummern bezeichnet.

Eicosapentaensäure

Die Eicosapentaensäure zählt zur Gruppe der Fettsäuren und findet sich vor allem in Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering und Lachs. Chemisch gesehen gehört die Eicosapentaensäure zu den Omega-3-Fettsäuren.Verschiedene Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine reichliche Zufuhr von Eicosapentaensäure mit der Nahrung, das Risiko an Arterienverkalkung zu erkranken, vermindert.

Einfachzucker

Zucker (Kohlenhydrate), die nur aus einem Baustein bestehen

Eisen

Spurenelement, das für den Sauerstofftransport im Blut und für die Wirksamkeit von einigen Enzymen benötigt wird.Eisenmangel kommt, besonders bei Frauen (Menstruationsblutungen!), sehr häufig vor und kann zu Blutarmut (Anämie) führen.Wir nehmen Eisen aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln auf. Die Verfügbarkeit von Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln wird durch die Aufnahme von Vitamin C verbessert und durch schwarzen Tee verschlechtert.

Elektrolythaushalt

Kostform, bei der die Zufuhr von bestimmten Elektrolyten an die jeweilige Situation angepasst ist. Bei E. unterscheidet man grundsätzlich zwischen Ernährungsformen mit erhöhter und verringerter Zufuhr. Viele Krankheiten erfordern eine definierte Natriumzufuhr. Vor allem eine Reduktion des Kochsalzkonsums (natriumarme Diät) wirkt sich bei vielen Indikationen (Bluthochdruck, Ödeme, Osteoporose etc.) positiv auf das Krankheitsbild aus. Eine natriumreiche Diät (entspricht der heute üblichen " normalen" Ernährung) ist nur dann sinnvoll, wenn verstärkte Verluste (z.B. Durchfall, Erbrechen, starkes Schwitzen) vorliegen. Im fortgeschrittenen Stadium einer Niereninsuffizienz ist die Ausscheidungsfunktion der Niere gestört. Um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu vermeiden, wird eine kaliumarme Diät verordnet. Störungen des Calciumstoffwechsels machen eine calciumdefinierte Diät erforderlich. Bei Mangelzuständen bzw. osteoporotischen Veränderungen wird eine calciumreiche Diät empfohlen, während die Zufuhr bei Vitamin D-Vergiftungen reduziert werden muss (calciumarme Diät).Einige Indikationen erfordern eine geregelte Phosphorzufuhr (phosphordefinierte Diät). Für die Behandlung der Osteoporose sowie bei bestehender Niereninsuffizienz werden phosphorarme Diäten verordnet. Bei einem niedrigen Phosphatspiegel, der u.a. durch Rückresorptionsstörungen (Debrä-Toni-Fanconi-Syndrom) entstehen kann, ist eine phosphatreiche Diät notwendig.Eine kupferarme Diät ist bei Morbus Wilson indiziert, da es infolge einer gestörten Kupferausscheidung zu einer Akkumulation (v.a. Leber, Gehirn) dieses Spurenelements kommt.Bei Erkrankungen der Schilddrüse ist eine der Grunderkrankung entsprechende Jodzufuhr angezeigt (jodbilanzierte Diät).

Eletrolytdefinierte Diät

Alle Vorgänge im Körper, die den Stoffwechsel der Mineralstoffe betreffen.Der Elektrolythaushalt ist eng mit dem Wasserhaushalt verknüpft.

Emulgator

Durch Zusatz eines Emulgators können Fett und Wasser miteinander gemischt bzw. Öltröpfchen ganz fein in Wasser verteilt (emulgiert) werden.Emulgatoren werden z.B. bei der Margarineherstellung, aber auch in der kosmetischen Industrie (Hautöl, Creme) eingesetzt, um Wasser und Öl zu mischen. Der bekannteste natürlich vorkommende Emulgator ist das Lezithin, das aus Eigelb gewonnen werden kann.

Endogen

Keine Beschreibung

Endokrin

Keine Beschreibung

Energiebedarf

Energie (angegeben in Kalorien oder Joule), die benötigt wird um den Organismus mit Energie für alle Lebensvorgänge (Atmung, Herzschlag, Muskeltätigkeit etc.) zu versorgen. Der Energiebedarf wird in einen Grundbedarf (Grundumsatz) und Leistungsbedarf (Leistungsumsatz) aufgeteilt. Der Energiebedarf ist eine sehr individuelle Größe und hängt unter anderem von Alter, Größe, Geschlecht, Körpergewicht und körperlicher Aktivität in Beruf und Freizeit ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Empfehlungen zur Höhe der Energiezufuhr. Wegen der sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen sind diese Zahlen aber nur als Orientierung zu verstehen. Ob die eigene Energieaufnahme dem Energiebedarf entspricht kann anhand des Körpergewichtes kontrolliert werden.

Energiedichte

Energiegehalt (angegeben in Kalorien oder Joule) eines Lebensmittels in Bezug auf das Gewicht.Fettreiche Nahrungsmittel haben eine sehr hohe Energiedichte (z.B. Butter), wasserreiche dagegen eine geringe (z.B. Salat).

Energiegehalt

Energiemenge (angegeben in Kalorien oder Joule), die der Körper beim Abbau der Nahrung gewinnen kann und die zur Deckung des Energiebedarfs verwendet wird. Die verschiedenen Nährstoffe haben unterschiedliche Energiegehalte: Kohlenhydrate 4 kcal/g, Eiweiß 4 kcal/g und Fett 9 kcal/g. Auch Alkohol liefert beträchtliche Mengen an Energie - 7 kcal/g. Ist die Energieaufnahme mit der Nahrung höher als der Energieverbrauch, wird die überschüssige Energie in Form von Fett (Depotfett) gespeichert. Dies kann zu Übergewicht führen.

Energieumsatz

Alle Stoffwechselvorgänge im Körper, die mit der Umwandlung der mit der Nahrung zugeführten Nährstoffe in Energie zusammenhängen. Dadurch wird die für alle Prozesse im Körper notwendige Energie bereitgestellt.

Energieverbrauch

Verbrauch von Energie im Körper durch Stoffwechselvorgänge, Atmung, Herzschlag, Bewegung usw. Der Energieverbrauch ist abhängig von Alter, Größe, Körpergewicht, Geschlecht und körperlicher Aktivität.

Enteral

Keine Beschreibung

Enterale Ernährung

Keine Beschreibung

Enteritis

Allgemeiner Begriff für verschiedene Formen von Darmentzündungen (z.B. durch Bakterien oder Viren).

Entschlackung

Irreführender Begriff, unter dem alle Maßnahmen zur Ausscheidung von Stoffwechselprodukten (Stoffwechsel) verstanden werden. Entschlackung soll der Entgiftung und "Reinigung" des Körpers dienen. Als mögliche Methoden werden z.B. Heilfasten und Schwitzkuren angeführt.

Enzyme

Enzyme ermöglichen oder beschleunigen Stoffwechselvorgänge im Körper. So erfolgt z.B. die Verdauung der Nahrung durch Enzyme.

Ergänzungswert

Verbesserung der Ernährungsqualität eines Lebensmittels, wenn dieses zusammen mit anderen Lebensmitteln verzehrt wird. So kann die Eiweißqualität (biologische Wertigkeit) einer solchen Kombination die Qualität der Einzelkomponenten deutlich übersteigen. Dies trifft häufig für Mischungen aus pflanzlichem und tierischem Eiweiß, z.B. Ei und Kartoffeln, zu.

Ernährungsanamnese

Erfassung von Art und Menge der von einer Person aufgenommenen Nahrung. Aus diesen Angaben kann die Zufuhr an Nährstoffen berechnet und außerdem eine Aussage über das Ernährungsverhalten getroffen werden.Ernährungsanamnesen sind z.B. möglich durch Befragung (Interview) oder Ernährungsprotokolle. Siehe auch Anamnese

Ernährungsfistel

Spezielle Sonde, die im Rahmen der künstlichen Ernährung (enteralen Ernährung) eingesetzt wird. Der Zugang erfolgt durch die Bauchdecke. Die E. mündet in Speiseröhre (Ösophagostomie), Magen (Gastrostomie) oder Leerdarm (Jejunostomie). Eine E. ist dann indiziert, wenn eine enterale Ernährung durch Mund oder Nase abgelehnt oder nicht möglich ist. Dies kann bei Blockaden der Magen-Darmpassage der Fall sein (z.B. bei Tumoren).

Ernährungsmedizin

Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Prävention, Diagnostik und Therapie ernährungsspezifischer Erkrankungen beschäftigt. Der Begriff der E. wurde in den 70er Jahren geprägt und löste im wesentlichen die Bezeichnung Diätetik ab.Bei der E. steht die diätetische Behandlung ernährungsabhängiger Erkrankungen (wie z.B. Adipositas, Diabetes mellitus, Gicht, Mangelkrankheiten, Niereninsuffizienz, Resorptionsstörungen, Rheuma) im Vordergrund. Aber auch die Prävention von Krankheiten durch eine gesunde Lebensweise (Ernährung, Bewegung) zählt zum Aufgabengebiet der E.Die E. hat Einzug in fast alle medizinischen Teilbereiche erhalten. Neben den klassischen Vertretern wie Allgemeinmedizinern und Internisten besitzt die E. auch bei Fachärzten für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologen), für Nierenerkrankungen (Nephrologen), für Diabetes (Diabetologen) usw. einen hohen Stellenwert.Um die ernährungsmedizinischen Erkenntnisse zu standardisieren und die Fort- und Weiterbildung zu fördern, haben die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) gemeinsam eine vereinheitlichte Fortbildung ins Leben gerufen.Aufgrund der steigenden Zahlen ausgebildeter Ernährungsmediziner hat sich der Berufsverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) gegründet, mit dem Ziel, die berufliche Fort- und Weiterbildung der Ernährungsmediziner zu fördern und die Mitglieder in der Erfüllung ihrer ärztlichen und wissenschaftlichen Aufgaben zu beraten, zu unterstützen und selbst tätig zu werden.

ErnährungsmedizinischeBeraterin

Weiterbildungsmöglichkeit für Ernährungsfachkräfte, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach entsprechender Aus- bzw. Weiterbildung verliehen wird.

Ernährungsphysiologisch

Keine Beschreibung

Ernährungspumpe

Variante der enteralen Ernährung, bei der die Sondennahrung kontinuierlich mit Hilfe eines Pumpensystems verabreicht wird.Der Vorteil der E. besteht in einem geringeren Pflegeaufwand und der erhöhten Beweglichkeit. Sie kann vom Patienten mit Hilfe einer Tragetasche mitgeführt werden.Mit der E. kann über einen längeren Zeitraum ambulant künstlich ernährt werden, da die Handhabung relativ leicht zu erlernen ist. Ihr Einsatz hat die Bolusernährung weitgehend abgelöst.

Ernährungszustand

Der Ernährungszustand gibt Auskunft darüber, wie gut oder schlecht eine Person ernährt, d.h. mit Nährstoffen und Energie versorgt ist. Zur Ermittlung des Ernährungszustandes werden verschiedene Messungen durchgeführt: Körpergröße, Körpergewicht, Hautfaltendicke und verschiedene Blut- und Urinuntersuchungen.

Escherichiacoli

Bakterienart in der Darmflora des Dickdarmes.Finden sich E.coli-Bakterien im Trinkwasser, liegt eine Verunreinigung mit Fäkalien vor.

Essentiell

Keine Beschreibung

Exogen

Keine Beschreibung

Exokrin

Keine Beschreibung

Exsikkose

Austrocknung des Körpers infolge negativer Flüssigkeitsbilanz (Dehydratation, hypertone).

Extrakt

Eingedickter Auszug aus tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Stoffen.Siehe auch: Aromastoffe