Stichwortlexikon

Die Stichwort-Datenbank

zur Orientierung und Verbraucherinformation

Hier finden Sie über 600 Stichworte zu dem Thema gesunde Ernährung mit kurzen Erläuterungen und Abbildungen.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert und können nach den Anfangsbuchstaben einzeln aufgerufen werden.

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FAO (Food and Drug Administration)

Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Faserstoffe

Veraltete Bezeichnung für Ballaststoffe

Fasten

Teilweiser oder völliger Verzicht auf Nahrung aus religiösen, ethischen oder gesundheitlichen Gründen

Fastenkur

Bei einer Fastenkur wird für eine bestimmte Zeit auf Nahrung verzichtet (Fasten). In den meisten Fällen soll durch eine Fastenkur Übergewicht abgebaut oder der Körper "entschlackt" werden (Entschlackung). Es gibt unterschiedliche Fastenkuren (Nulldiät, modifiziertes Fasten, Saftfasten).

Fäzes

Kot, Stuhl, Fäkalien, Exkremente

Fehlernährung

Als Fehlernährung wird eine unausgewogene Nahrungsauswahl bezeichnet, die entweder einen Mangel an einzelnen Nährstoffen (meist an Vitaminen und Mineralstoffen) oder deren überhöhte Aufnahme beinhaltet.

Ferment

Veraltete Bezeichnung für Enzym

Fette

Gehören zusammen mit den Kohlenhydraten und Proteinen (Eiweiße) zu den Hauptnährstoffen.Die Nahrungsfette bestehen aus Glycerin, das mit drei Fettsäuren verbunden ist. Die Eigenschaften der einzelnen Fette ergeben sich aus den unterschiedlichen Fettsäuren. Daneben enthalten manche Fette noch fettähnliche Begleitstoffe wie z.B. das Cholesterin.Fette sind der Hauptenergielieferant für den menschlichen Organismus (9,1 kcal/g), wichtiger Bestandteil der Zellmembranen und Träger fettlöslicher Vitamine. Sie können im Körper als Depotfett gespeichert und bei Energiebedarf (z.B. im Hungerzustand) wieder abgebaut werden.Infolge seiner langen Verweildauer im Magen hat Fett einen hohen Sättigungswert.Siehe auch: versteckte Fette, Hungerstoffwechsel

Fettfreie Körpermasse

Medizinische Bezeichnung für das Körpergewicht nach Abzug des Körperfetts. Eine hohe fettfreie Körpermasse deutet auf einen besonders muskulösen Körper hin.

Fettgehalt in der Trockenmasse

Häufig verwendete, aber leicht irreführende Angabe für die Fettstufe von Käse.Jeder Käse enthält unterschiedliche Mengen an Wasser und an eigentlicher Käsemasse (Trockenmasse). Die Angabe Fett i.Tr. bezieht sich nur auf den Fettgehalt dieser Trockenmasse. Sie berücksichtigt also nicht, ob ein Käse besonders viel oder wenig Wasser enthält.Ein Beispiel: 100 g Quark mit 40 &#37 Fett i.Tr. enthalten ca. 12 g Fett. 100 g Edamer mit 40 &#37 Fett i.Tr. entsprechen aber rund 22 g Fett, weil Edamer viel weniger Wasser enthält.

Fetthärtung

Verfahren zur Herstellung von festen Fetten aus tierischen oder pflanzlichen Ölen (z.B. Herstellung von Margarine aus Öl). Siehe auch Transfettsäuren

Fettleber

Verschiedene Erkrankungen wie z.B. Alkoholismus, Diabetes mellitus, Überernährung, aber auch Medikamente können zu einer erhöhten Einlagerung von Fett in die Leberzellen führen. Es kommt zu einer Vergrößerung der Leber. Diese verursacht Schmerzen und ein Völlegefühl im rechten Oberbauch. Nach Beseitigung der auslösenden Ursachen können die Fetteinlagerungen wieder verschwinden. Eine nicht behandelte Fettleber kann zu Leberschrumpfung (Leberzirrhose) führen.

Fettsäuren

"Ein wesentlicher Bestandteil der Fette. Fettsäuren bilden zusammen mit dem Glycerin die Neutralfette.Es existieren eine ganze Reihe von Fettsäuren mit unterschiedlicher Struktur. Diese Unterschiede sind für die Eigenschaften eines Fettes (z.B. fest oder flüssig) verantwortlich.Die Fettsäuren können dennoch alle in drei Gruppen eingeteilt werden:1. gesättigte Fettsäuren (vor allem in Butter, Kokosfett und Schmalz),2. einfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem in Olivenöl und Rapsöl),3. mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Abk. MUFS

Fettsucht

Bei der Fettsucht kommt es zu übermäßiger Erhöhung des Körperfettes (Depotfett), meistens als Folge einer zu energiereichen Ernährung. (Energiebedarf) Stoffwechselkrankheiten wie z.B. Schilddrüsenunterfunktion als Ursache der Fettsucht sind äußerst selten. Ausgehend von der Broca-Formel spricht man von einer Fettsucht, wenn das Normalgewicht um 20% überschritten wird.

Fischöl

Das aus dem Fett bestimmter Fische (z.B. Makrele, Hering, Lachs) gewonnene Öl enthält eine große Menge essentieller Fettsäuren, vor allem Omega-3-Fettsäuren. Diesen spricht man eine blutgerinnungshemmende und cholesterinsenkende Wirkung zu. Verschiedene Studien zeigten, dass Eskimos zwar sehr viel Fett essen, aber dennoch sehr selten an einer Arterienverkalkung erkranken. Dies führt man auf die hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren mit ihrer fischreichen Nahrung zurück. Siehe auch Eicosapentaensäure, Fischölkapseln

Fischölkapseln

Im Handel erhältliche Kapseln, die Fischöl enthalten. Sie sollen wegen ihres hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren den Cholesterinspiegel (Cholesterin) günstig beeinflussen und das Risiko an einer Arterienverkalkung zu erkranken, vermindern.Die Aufnahme von Fischölkapseln ist wegen der Beeinflussung des Fettstoffwechsels, der Blutgerinnungszeit und wegen verschiedener Nebenwirkungen wissenschaftlich umstritten.Siehe auch: Eicosapentaensäure, Fettsäuren

Fistel

Röhrenförmiger Gang, der von einem Hohlorgan bzw. -raum ausgehend an der Körperoberfläche oder in einem anderen Organ mündet und diese miteinander verbindet.Sogenannte Ernährungsfisteln kommen bei der enteralen Ernährung zum Einsatz.

Flatulenz

Abgang von Blähungen (Darmgase)

Fluor

Spurenelement, das der Stabilität der Knochen und der Härtung des Zahnschmelzes dient. Dadurch hemmt Fluor auch die Kariesbildung.Eine zu hohe Fluoridaufnahme kann jedoch zu Vergiftungen führen, die besonders bei Kindern und Jugendlichen Störungen der Skelettbildung verursachen.Reich an Fluor sind Seefische und Schwarzer Tee.Siehe auch: Fluoridierung von Trinkwasser

Fluoridierung

Ist eine Maßnahme verschiedener europäischer Länder zur Vorbeugung der Karies. Bei der Fluoridierung von Trinkwasser wird das gesamte Trinkwasser einer Region oder eines Landes mit Fluor angereichert (1 mg pro Liter). Die Fluoridierung von Trinkwasser ist umstritten wegen der Gefahr einer zu hohen Fluoraufnahme.

Flüssig-breiige Kost

Keine Beschreibung

Flüssignahrung

Ernährungsform, bei der die Nährstoff- und Energiezufuhr lediglich durch die Zufuhr von flüssigen Nahrungsmitteln erfolgt. Die F. kommt v.a. beiErkrankungen der Mundhöhle und der Speiseröhre sowie zur Vorbereitung auf Operationen zum Einsatz.Als F. werden neben Getränken z.B. klare und gebundene Brühen, Fleisch-, Gemüse- und Kartoffelsuppen sowie Milch- und Obstsuppen verwendet.

Folsäure

Wasserlösliches Vitamin, das zu den B-Vitaminen gehört.Folsäuremangel tritt häufig bei Jugendlichen, jungen Frauen und älteren Menschen auf. Er führt zu Störungen bei der Blutbildung (Anämie), Schleimhautveränderungen und kann Störungen der Fortpflanzung verursachen. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure.Reich an Folsäure sind grüne Gemüse, Kartoffeln, Milch und insbesondere Leber.

Formaldehyd

Stechend riechendes, farbloses Gas. Seine wässrige Lösung, das Formalin, wird z.B. als Desinfektions- oder Reinigungsmittel eingesetzt.Dem Formaldehyd wird eine krebs- und allergienauslösende Wirkung zugeschrieben.

Formula-Diäten

Flüssige (Trinknahrungen) oder pulverige (zum Anrühren) Nährstoffgemische (Nährstoffe) mit genau festgelegter Zusammensetzung.Sie werden beispielsweise in der Krankenernährung eingesetzt, wenn Patienten unter genau festgelegten Bedingungen ernährt werden sollen.Auch viele Reduktionsdiäten gehören zu den Formula-Diäten. Auch sie müssen besondere rechtliche Anforderungen erfüllen.Siehe auch: Sondenernährung

Fötus

Benennung für die Frucht im Mutterleib ab dem 3.Monat.In den ersten beiden Monaten wird die Frucht Embryo genannt.

Freie Fettsäuren

Entstehen unter anderem beim Verderb von Nahrungsfetten. Sie sind verantwortlich für das Sauerwerden eines Fettes und führen zu einem talgigen, seifigen Beigeschmack. Bei der Butter kommt es beispielsweise zum Freisetzen von übelriechender Buttersäure, die die Ursache für den Geschmack " alter" Butter ist.

Fremdstoffe

Veraltete Bezeichnung für Zusatzstoffe. Der Begriff Fremdstoffe ist zum Teil auch gebräuchlich für Rückstände, Verunreinigungen (Kontamination) und Schadstoffe in der Nahrung.

Fruchtzucker

Der Fruchtzucker ist ein Einfachzucker, der sich vor allem in Früchten und Honig findet. Zusammen mit dem Traubenzucker (Glukose) bildet er den Haushaltszucker (Saccharose). Als Zuckeraustauschstoff wird der Fruchtzucker in Lebensmitteln für Diabetiker eingesetzt, da er ohne Insulin verwertet wird.Fruchtzucker hat eine etwas höhere Süßkraft als Haushaltszucker.

Frugivore

Früchteesser

Früh-Dumping-Syndrom

Spezielle Symptomatik des Dumping-Syndroms, bei der es kurz nach der Nahrungsaufnahme zu einer Abnahme des Blutdrucks kommt. Das F. wird ausgelöst durch eine starke Dehnung des oberen Dünndarms und durch Wassereinstrom aus der Blutbahn in das Darminnere.

Fruktoseintoleranz

Seltene Krankheit, bei der der Körper keinen Fruchtzucker verwerten kann

Füllstoffe

Gehören zu den Ballaststoffen. Sie werden Lebensmitteln zugesetzt, um eine Volumenvergrößerung zu erreichen.

Functional Food

Lebensmittel, die neben ihrem Nähr- und Geschmackswert einen Zusatznutzen in Hinblick auf die Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden besitzen. So z. B. Verbesserung der psychischen und physischen Verfassung, Erhöhung der körpereigenen Abwehr, prophylaktische und (in einigen Fällen) therapeutische Wirkung hinsichtlich bestimmter Erkrankungen.Beispiele für Functional Food sind:- Probiotika, die in Form von Milchprodukten angeboten werden- bestimmte Ballaststoffe- Lebensmittel mit einem höheren Gehalt an Antioxidantien (A-C-E-Getränke) oder Omega-3-Fettsäuren- Nahrungsmittel mit zusätzlichen Sekundären Pflanzenstoffen- Produkte aus der Convenience-Food-Reihe (z.B. tiefgefrorene Gemüseprodukte)- Bislang existiert, mit Ausnahme von Japan, keine rechtliche Festlegung zu Functional Foods.