Stichwortlexikon

Die Stichwort-Datenbank

zur Orientierung und Verbraucherinformation

Hier finden Sie über 600 Stichworte zu dem Thema gesunde Ernährung mit kurzen Erläuterungen und Abbildungen.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert und können nach den Anfangsbuchstaben einzeln aufgerufen werden.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Z

Kalium

Mineralstoff, der notwendig ist für die Funktion der Nerven, alle Muskelbewegungen, die Aufrechterhaltung der Gewebsspannung und die Wirkung verschiedener Enzyme.Ein Kaliummangel führt zu schwerwiegenden Störungen des Elektrolythaushalts. Muskelschwäche, Muskellähmungen und Störungen der Herztätigkeit sind die Folge.Besonders gute Kaliumlieferanten sind vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Bananen.

Kalorie

Eigentlich veraltete Einheit für die Energie, die aber auch heute noch sehr gebräuchlich ist. Die neue Einheit ist das Joule.Da die Kalorie eine sehr kleine Einheit ist, werden die Angaben über den Energiegehalt von Nahrungsmitteln üblicherweise in Kilo-Kalorien (1 kcal. = 1000 kal) gemacht.

Kalorisch

Keine Beschreibung

Kaltpressung

Pressung der Ölfrüchte bzw. Ölsamen ohne zusätzliche Wärmezufuhr. Dabei entstehen Temperaturen um 40 Grad Celsius. Kaltgepresste Öle werden nicht aufbereitet (raffiniert). Daher können auf diesem Weg auch keine unerwünschten Inhaltsstoffe entfernt werden.

Kanzerogen

Keine Beschreibung

Karenz

Enthaltsamkeit, Verzicht (z.B. auf Nahrungsmittel)

Karies

Erweichung der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz und Zahnbein).Hauptursache für Karies sind ein hoher Zuckerkonsum und schlechte Zahnpflege.Der Nahrungszucker wird durch die Mikroorganismen des Mundes (Mundflora) zu Säuren umgewandelt. Diese Säuren lösen Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz, was zu Kariesentstehung führt.

Karnivore

Fleischesser

Kartoffel-Ei-Diät

Streng eiweißarme Diät. Sie wird bei chronischem Nierenversagen (Niere) angewendet.

Karzinom

"Bösartiges Geschwulst

Keim

1. Bezeichnung für Krankheiten verursachende Mikroorganismen (Bakterien, Pilze)2. Häufig auch Bezeichnung für den Keimling

Keimlinge

Erste aus dem Samen oder der Wurzel einer Pflanze sich entwickelnde Triebe, aus denen neue Pflanze entstehen .Keimlinge sind sehr vitaminreich (Vitamine).Siehe auch: Keimung

Keimung

Bezeichnung für den ersten Entwicklungsvorgang einer Pflanze, bei dem der Keimling entsteht. Beim Ankeimen von Getreidekörnern werden diese über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht und dann tagsüber ohne Wasser stehengelassen. Nach zwei bis drei Tagen sind die Körner dann genießbar und können z.B. Salaten zugegeben werden. Durch die Keimung erhöht sich der Vitamingehalt (Vitamine).

Keimzahl

Kenngröße für die Keimbelastung z.B. eines Lebensmittels

Ketoazidose

Zunahme des Säuregehaltes im Blut aufgrund verstärkter Produktion von Ketonkörpern

Ketonämie

Das vermehrte Auftreten von Ketonkörpern im Blut

Ketonkörper

Bezeichnung für bestimmte Säuren (Aceton, Acetacetat, b-Hydroxybutyrat), die bei Hunger (Hungerstoffwechsel) und bestimmten Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) im Blut und im Urin auftreten. Sie entstehen aus Fettsäuren und können zu einer Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose) führen. Siehe auch Säure-Basen-Haushalt, Ketonurie

Ketonurie

Das vermehrte Auftreten von Ketonkörpern im Urin

Ketosteril

Tabletten, die sich aus einer Mischung aus insgesamt zehn Aminosäuren bzw. deren Analoga (Aminosäure-Analoga) zusammensetzen.

Kleie

Rückstand aus der Getreideverarbeitung. Kleie besteht aus dem Keimling und den Randschichten und Schalen des Getreidekorns. Kleie enthält zur Hälfte Ballaststoffe, ist reich an Vitaminen, Eiweißen (Proteinen) und Mineralstoffen.Je höher der Ausmahlungsgrad eines Mehles, desto mehr Kleie enthält es. Vollkornmehl enthält noch die gesamte Kleie.Siehe auch: Auszugsmehl, Mehltype

Kochsalz

Besteht aus Natrium und Chlorid. Es wird Speisen als Würzmittel zugesetzt und findet sich in großer Menge in den meisten Fertiggerichten. Überhöhte Kochsalzzufuhr fördert die Gefahr einer Erhöhung des Blutdrucks (Bluthochdruck) und begünstigt die Entstehung von Ödemen (Wassersucht). In der Bundesrepublik liegt die Aufnahme von Kochsalz weit über den Empfehlungen. Siehe auch Jodsalz, kochsalzarme Diät, Diätsalz

Kochsalzarme Diät

Kost zur Behandlung von Bluthochdruck und von Krankheiten, die zu Ödemen führen können (Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz). Bei der kochsalzarmen Diät muss die Auswahl der Nahrungsmittel nach ihrem Gehalt an Kochsalz erfolgen. Die alleinige Kochsalzeinschränkung beim Würzen der Speisen reicht nicht aus, da viele verarbeitete Lebensmittel bereits von sich aus große Mengen an Kochsalz enthalten.

Koffein

Wirksubstanz in Kaffeebohnen, Tee, Kolanüssen, Mate und (in geringen Mengen) in Kakaobohnen.Koffein hat eine belebende, anregende Wirkung, verkürzt die Reaktionszeit und fördert die Harnausscheidung (Diuretika). Höhere Koffeinkonzentrationen führen zu Unruhe, Schweißausbrüchen, erhöhter Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Muskelzittern und Gedankenflucht. Extrem hohe Dosen führen zu Krämpfen (Koffeinvergiftung). 1 Tasse Kaffee (150 ml) enthält etwa 80 mg Koffein. Das Koffein des Tees wurde früher als Thein bezeichnet. Es ist allerdings identisch mit dem Koffein des Kaffees. Koffein wird aus Kaffee jedoch schneller resorbiert als aus Tee. Dadurch wirkt Kaffee schneller anregend, während die Wirkung von Tee länger anhält.

Kohlenhydrate

Neben Fett und Protein (Eiweiß) sind die Kohlenhydrate der dritte Hauptnährstoff. Kohlenhydrate liefern Energie und werden in geringen Mengen auch als Baustoff für den Körper verwendet. Die Kohlenhydrate können in mehrere Gruppen eingeteilt werden: Zucker, die nur aus einem Baustein bestehen, werden als Einfachzucker (Monosaccharide) bezeichnet (z.B. Glukose, Fruchtzucker). Zweifachzucker (Disaccharide) enthalten zwei Zuckerbausteine (z.B. Haushaltszucker=Saccharose, Milchzucker). Einfach- und Zweifachzucker schmecken süß und werden deshalb häufig auch als "süße Kohlenhydrate" bezeichnet.

Kohlenwasserstoffe

Chemische Verbindungen, die nur aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Hierzu zählen beispielsweise Erdgas (Methan) oder Campinggas (Butan).Durch Veränderung können die chlorierten Kohlenwasserstoffe gewonnen werden, die als bedeutende Schadstoffe anzusehen sind.

Kolibakterien

Allg. Bezeichnung für Escherichia Coli

Kolik

Anfall mit schweren krampfartigen Schmerzen

Konservierungsstoffe

Zusatzstoffe, die eingesetzt werden, um das Wachstum von Mikroorganismen auf Lebensmitteln zu verhindern oder zu hemmen. Dadurch schützen Konservierungsstoffe die Lebensmittel vor dem Verderb und machen sie länger haltbar.Wichtige Konservierungsstoffe sind die Sorbinsäure, Benzoesäure, PHB-Ester und die Ameisensäure

Kontamination

Verunreinigung von z.B. Räumen, Gegenständen, Lebensmitteln, Luft, Wasser und Boden durch schädigende Stoffe (Mikroorganismen, Gifte, Abgase, radioaktive Stoffe).

Koronar

Keine Beschreibung

Kritische Nährstoffe

Keine Beschreibung

Kropf

Vergrößerung der SchilddrüseHäufige Ursache für einen Kropf ist Jodmangel (Jod).

Krummdarm

Teil des Dünndarms (Ileum)

Kumulation

Ernährungsform für Patienten, bei denen eine natürliche orale Nahrungszufuhr nicht oder nur unzureichend möglich ist. Dies kann bei Verdauungs- und Resorptionsstörungen, Bewusstlosigkeit oder fehlender Bereitschaft zur Nahrungsaufnahme der Fall sein.Bei der K. unterscheidet man zwischen der parenteralen Ernährung, bei der niedermolekulare Nährstoffe direkt dem Blutkreislauf zugeführt werden, und der enteralen Ernährung. Hier erfolgt die Gabe der Nährstoffe mit Hilfe von Sonden.Die enterale Ernährung sollte - wenn es das Krankheitsbild zulässt - bevorzugt eingesetzt werden, da diese kostengünstiger und einfacher in ihrer Durchführung ist. Weiterhin ist bei der parenteralen Ernährung neben den lokalen Komplikationen durch den Katheter die Gefahr, dass Bakterien und Pilze der Darmflora in die Blutbahn übertreten, erhöht.

Künstliche Ernährung

Anreicherung eines Stoffes im Organismus.Die meisten Stoffe reichern sich im Fettgewebe, in der Niere oder in der Leber an.Siehe auch: Halbwertszeit

Kussmaul-Atmung

Acidose-Atmung. Die in Folge einer Übersäuerung des Blutes auftretende tiefe, oft geräuschvolle und leicht beschleunigte Atmung. Damit versucht der Körper, durch eine vermehrte Kohlendioxid-Abgabe den pH-Wert des Blutes zu erhöhen. Die K. tritt v.a. bei der diabetischen Ketoacidose und der Lactacidose auf.