Stichwortlexikon

Die Stichwort-Datenbank

zur Orientierung und Verbraucherinformation

Hier finden Sie über 600 Stichworte zu dem Thema gesunde Ernährung mit kurzen Erläuterungen und Abbildungen.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert und können nach den Anfangsbuchstaben einzeln aufgerufen werden.

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L-Carnitin

L-Carnitin ist eine körpereigene Substanz, die hauptsächlich im Herzen und der Skelettmuskulatur vorkommt. Der Stoff wird vom menschlichen Körper, überwiegend in der Leber und Niere, aus den Aminosäuren Lysin und Methionin unter der Beteiligung von Vitamin C, B 6, Niacin und Eisen produziert. Neben dieser körpereigenen Herstellung schützt ein effizientes Recyclingsystem vor Carnitinverlusten.Im menschlichen Organismus sind rund 20 g Carnitin enthalten, wovon etwa 98 &#37 in der Muskulatur konzentriert sind.Carnitin wird benötigt, um die in den meisten Nahrungsfetten vorkommenden langkettigen Fettsäuren nutzen zu können.Ein positiver Effekt zusätzlicher Gaben von L-Carnitin zur Nahrungsergänzung konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

Laktulose

Ein Zweifachzucker (Kohlenhydrate), der aus Fruchtzucker und Galaktose besteht. Laktulose kann von den Enzymen des Magen-Darm-Traktes nicht gespalten werden und gelangt deshalb unverändert in den Dickdarm. Dort wird sie von der Darmflora abgebaut. Laktulose hat in größeren Mengen eine abführende Wirkung und ist deshalb in verschiedenen Abführmitteln enthalten.

Langerhans-Inseln

Bestimmte Zellgruppen in der BauchspeicheldrüseSie produzieren die Hormone Insulin und Glukagon. Insulin ist für die Senkung des Blutzuckerspiegels (Blutzucker) verantwortlich.Siehe auch: Diabetes mellitus

LD 50

Gibt die Menge eines Schadstoffes an, bei der innerhalb einer bestimmten Zeit im Tierversuch die Hälfte der Versuchstiere (50 &#37) stirbt.Je niedriger der LD50-Wert, desto giftiger ist ein Stoff.

Lebensmittelbestrahlung

Bestrahlung von Lebensmitteln mit ionisierenden Strahlen, um den Gehalt an Mikroorganismen zu reduzieren und die Keimung bestimmter Lebensmittel (Kartoffeln, Zwiebeln) zu verzögern.Die gesetzliche Regelung zur Lebensmittelbestrahlung ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Es ist bislang noch nicht völlig eindeutig geklärt, ob es durch Bestrahlung zu unerwünschten Veränderungen des Lebensmittels selbst kommt.Am häufigsten wird die Lebensmittelbestrahlung bei Gewürzen angewendet.

Lebensmittelimitate

Produkte, die ein anderes Lebensmittel nachahmen, ihm in Aussehen und Geschmack also weitgehend gleichen. Die zur Herstellung von Lebensmittel-Imitaten verwendeten Rohstoffe haben aber nichts mit dem Lebensmittel zu tun, das sie ersetzen. Zu den Lebensmittel-Imitaten zählen beispielsweise Milchersatzprodukte, die eine milchartige Farbe, Beschaffenheit und Geschmack haben. In verschiedenen Zubereitungen, besonders in den USA, werden außerdem immer häufiger Fett-Imitate verwendet, die einen fettartigen Geschmack, aber wesentlicher weniger Kalorien haben. Aufgrund der vom nachgeahmten Lebensmittel abweichenden Zusammensetzung können Lebensmittel-Imitate sowohl Nachteile als auch Vorteile haben. Im allgemeinen sind sie stärker verarbeitet und enthalten mehr Zusatzstoffe. In Verpackung und Aufmachung sehen sie häufig den herkömmlichen Lebensmitteln täuschend ähnlich, deshalb die Zutatenliste beachten!

Leber

Zentrales Organ des gesamten Stoffwechsels und größte Drüse des Körpers. Sie übernimmt eine Vielzahl von Funktionen und ist bei vielen Auf-, Ab- und Umbaureaktionen beteiligt. Sie bildet verschiedene Bluteiweiße, Abwehrstoffe, Galle und ist das Hauptentgiftungsorgan. Fast alle Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden gelangen zuerst zur Leber und werden dann von dieser je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt.

Leberzirrhose

Schrumpfung der Leber mit Zerfall der Leberzellen. Die Leberzirrhose kann zu einer extremen Funktionseinschränkung und letztlich zum Tod führen.Ursachen der Leberzirrhose sind Alkoholmissbrauch und verschiedene Leberentzündungen (Hepatitis).Siehe auch: Fettleber

Leerdarm

Teil des Dünndarms (Jejunum)

Leere Kalorien

Bezeichnung für Lebensmittel, die sehr kalorienreich (Kalorie, Energiegehalt) sind, aber wenig oder keine essentielle Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten.Hierzu gehören z.B. der Zucker und der Alkohol

Leguminosen

Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen u.a.)

Leistungsumsatz

Der Leistungsumsatz ist die Energiemenge, die unser Körper innerhalb eines Tages benötigt, um Arbeit zu verrichten. Als Leistungsumsatz wird dabei die Energie bezeichnet, die über den Grundumsatz (Energiebedarf für Organtätigkeiten bei völliger Ruhe) hinausgeht.Der Leistungsumsatz ist abhängig von körperlicher Aktivität, Wärmeproduktion, Verdauungsarbeit und dem Bedarf für Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit.Grundumsatz und Leistungsumsatz ergeben zusammen den Gesamtumsatz, d.h. des gesamten Energiebedarf einer Person pro Tag.Ihren Energiebedarf können Sie hier berechnen.

Letaldosis

Zum Tode führende Dosis eines Medikamentes, eines Schadstoffes oder einer Strahlendosis.

Lezithin

Fettähnliche Substanz, die sich in allen menschlichen und tierischer Zellen, besonders in der Zellmembran, findet. Lezithin ist vor allem im Nervengewebe, aber auch im Eidotter und im Samen von Hülsenfrüchten enthalten.In der Lebensmittelindustrie wird Lezithin als Emulgator verwendet.

Limitierende Aminosäure

Essentielle Aminosäure, die in einem Nahrungseiweiß in zu geringer Menge vorhanden ist und somit die Qualität des Eiweißes (biologische Wertigkeit) begrenzt.

Linolensäure

Linolensäure ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure

Linolsäure

Linolsäure ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure

Lipide

Oberbegriff für Fette und fettähnliche Stoffe

Lipoide

Fettähnliche Stoffe, wie z.B. das Lezithin

Lipoproteine

Die Lipoproteine zählen zu den Blutfetten und sind spezielle Verbindungen aus Fett, fettähnlichen Stoffen und Eiweißen (Proteine). Sie haben die Aufgabe nichtwasserlösliches Fett im wässrigen Blut zu transportieren. Aufgrund ihrer physikalischen und chemischen Unterschiede werden die Lipoproteine im Blut in vier Gruppen eingeteilt: Chylomikronen, VLDL (very low density lipoproteins = Lipoproteine mit sehr niedriger Dichte), LDL (low density lipoproteins = Lipoproteine mit niedriger Dichte) und HDL (high density lipoproteins = Lipoproteine mit hoher Dichte).Das nicht wasserlösliche Cholesterin wird vor allem mit den LDL, aber auch mit den HDL transportiert. Da ein erhöhter Cholesterinspiegel die Entstehung von Arterienverkalkung und Herzinfarkt begünstigt, sind LDL- und HDL-Werte von besonderer Bedeutung. Hohe LDL-Werte erhöhen das Risiko an Arterienverkalkung zu erkranken, hohe HDL-Werte wirken dagegen günstig.

Lumen

Innenraum eines Hohlorgans (z.B. des Darms)

Lungenödem

Übertritt von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen (Kapillaren) der Lunge in die Lungenbläschen (Alveolen) und das -gewebe. Als Ursachen kommen ein erhöhter Lungenkapillardruck (z.B. bei Linksherzinsuffizienz), Eiweißmangelerkrankungen (nephrotisches Syndrom, extreme Hungerzustände) sowie eine verstärkte Durchlässigkeit der Kapillarwände in Betracht. Charakteristisch für das L. sind Atemnot, rasselnde Atmung, erhöhter Puls, weiß bis rötlicher Auswurf und bläuliche Verfärbungen der Haut (Cyanose). Die Therapie hängt von der auslösenden Grunderkrankung ab. Intensivmedizinische Maßnahmen sind empfehlenswert.

Lymphe

Hellgelbe, blutplasmaähnliche Körperflüssigkeit. Die Lymphe enthält Eiweiße und weiße Blutkörperchen (Lymphozyten, wichtig für die Abwehrfunktionen des Körpers), versorgt die Gewebe mit Nahrungsstoffen und entfernt nicht verwertbare Stoffe. Die aus dem Dünndarm aufgenommenen Nahrungsfette werden zuerst von der Lymphe (Darmlymphe) aufgenommen und später an den Blutkreislauf abgegeben.